Anandamayi Ma Zitate uber das Herz
Weite dein zusammengezogeneres Herz; mach die Interessen anderer zu deinen eigenen und diene ihnen so sehr du kannst – mit Mitgefühl, Güte, Geschenken und dergleichen. Solange man sich an den Dingen dieser Welt erfreut und Bedürfnisse und Wünsche hat, ist es notwendig, die Bedürfnisse der Mitmenschen zu versorgen. Sonst kann man nicht als Mensch bezeichnet werden. Wann immer du die Gelegenheit hast: gib den Armen, speise die Hungrigen, pflege die Kranken – leiste Dienst als religiöse Pflicht, und du wirst durch unmittelbare Wahrnehmung erkennen: Der Dienende, der Ge-diente und die Handlung des Dienstes sind nur dem Anschein nach getrennt.
Wenn durch die Flut deiner Tränen das Innere und das Äußere zu Eins verschmelzen, wirst du sie finden, nach der du mit solcher Qual gesucht hast—näher als das Nächsteste, der Atem des Lebens selbst, das Herzstück eines jeden Herzens.
Wo auch immer Gott dich zu irgendeiner Zeit hält, von dort aus musst du die Pilgerfahrt zur Gottesverwirklichung antreten. In allen Formen, im Tun und im Nicht-Tun, ist Er – der Eine Selbst. Während du dich deiner Arbeit mit den Händen widmest, bleibe mit Ihm verbunden, indem du Japa pflegst: die ständige Erinnerung an Ihn im Herzen und im Geist. In Gottes Reich ist es das Vergessen Seiner selbst, das schädlich ist. Der Weg zum Frieden liegt in der Erinnerung an Ihn – und an Ihn allein.
