Jiddu Krishnamurti Zitate uber das Wissen
Es ist eine große Kunst, im Überfluss an Wissen und Erfahrung zu leben—die Fülle des Lebens zu kennen, die Schönheit des Daseins, die Kämpfe, die Nöte, das Lachen, die Tränen—und dennoch den Geist sehr schlicht zu halten; und einen schlichten Geist kann man nur haben, wenn man weiß, wie man liebt.
Psychologisches Wissen hat uns stumpf gemacht.
Wissen ist eine Sucht wie Trinken; Wissen bringt kein Verstehen. Wissen kann gelehrt werden, aber nicht Weisheit; es braucht Freiheit vom Wissen, damit Weisheit kommen kann.
Das Verstehen des Selbst entsteht nur in Beziehung: im Beobachten deiner selbst in Beziehung zu Menschen, Ideen und Dingen – zu Bäumen, zur Erde und zur Welt um dich herum und in dir. Beziehung ist der Spiegel, in dem das Selbst offenbar wird. Ohne Selbsterkenntnis gibt es keine Grundlage für rechtes Denken und rechtes Handeln.
Angst beginnt und endet mit dem Wunsch, sicher zu sein; innere und äußere Sicherheit – mit dem Verlangen, sich gewiss zu fühlen, Dauer zu haben. Die Kontinuität des Dauerhaften wird in alle Richtungen gesucht: in Tugend, in Beziehung, im Handeln, in der Erfahrung, im Wissen, in äußeren und inneren Dingen. Sicherheit zu finden und sicher zu sein – das ist das ewige Rufen. Genau diese drängende Forderung erzeugt Angst.
Lernen ist nicht das Ansammeln von Wissen. Lernen ist Bewegung von Augenblick zu Augenblick.
Je mehr du dich selbst kennst, desto mehr Klarheit gibt es. Selbsterkenntnis hat kein Ende—du kommst nicht zu einem Ziel, du kommst nicht zu einem Abschluss. Es ist ein endloser Fluss.
Wissen, Idee, Glaube stehen dem Weisheitsblick im Weg.
