Meister Eckhart

Meister Eckhart

Christlicher Mystiker und Theologe.

Bekannt für seine tiefen Reflexionen über die Natur Gottes und die Seele im mittelalterlichen Deutschland.

Meister Eckhart Zitate

  • Menschen, die sich selbst losgelassen haben, sind so rein, dass die Welt ihnen nicht schaden kann.
  • Der Same Gottes ist in uns: Birnensamen wachsen zu Birnbäumen; Haselsamen zu Haselbäumen; und Gottes Samen zu Gott.
  • Hänge dich nicht an die Symbole, sondern dringe zur inneren Wahrheit vor!
  • Du musst Gott weder unterhalb noch oberhalb suchen. Er ist nicht weiter entfernt als die Tür des Herzens.
  • Wenn wir Gott suchen um unseres eigenen Wohls und Gewinns willen, dann suchen wir nicht Gott.
  • Die Schale muss gespalten werden, damit das, was darin ist, herauskommen kann; denn wenn du den Kern willst, musst du die Schale brechen.
  • Die Seele bringt Person hervor, wenn Gott in sie lacht – und sie lacht zurück zu ihm. Sinngemäß gesprochen: Der Vater lacht in den Sohn hinein, und der Sohn lacht zurück in den Vater; und dieses Lachen erzeugt Zuneigung, und Zuneigung erzeugt Freude, und Freude gebiert Liebe, und Liebe gebiert Person, und Person gebiert den Heiligen Geist.
  • Was wir in den Boden der Kontemplation säen, werden wir in der Ernte der Tat einbringen.
  • Glaub nicht, dass Heiligkeit aus Beschäftigung entsteht; sie hängt vielmehr davon ab, was man ist. Die Art der Arbeit, die wir tun, macht uns nicht heilig—aber wir können sie heilig machen.
  • Die moralische Aufgabe des Menschen ist ein Prozess der Vergeistigung. Alle Geschöpfe sind Mittler, und wir sind in die Zeit gestellt, damit wir durch Fleiß in geistlichen Dingen Gott ähnlicher und näher werden. Das Ziel des Menschen liegt jenseits des Zeitlichen—im stillen Bereich des ewigen Jetzt.
  • Solange ich dies oder jenes bin, bin ich nicht alles.
  • Nun freut euch, ihr Kräfte meiner Seele, dass ihr so mit Gott vereint seid, dass euch niemand von Ihm trennen kann. Ich kann Ihn nicht vollständig loben und nicht vollständig lieben—darum muss ich sterben und mich in die göttliche Leere werfen, bis ich von der Nicht-Existenz zur Existenz aufstehe.
  • … alle Grashalme, Holz und Stein — alles ist Eins.
  • Gnade ergießt alle Schönheit in die Seele … Die Seele bedeutet die Welt.
  • Es gibt nur den gegenwärtigen Augenblick … Gestern gibt es nicht und morgen auch nicht – nur Jetzt.
  • Über dem Denken steht der Verstand, der noch sucht: Er geht umher, schaut sich um, späht hier und dort aus, nimmt auf und lässt fallen. Doch über dem suchenden Verstand ist ein anderer Verstand, der nicht sucht, sondern in seinem reinen, einfachen Sein bleibt – und der in jenem Licht umarmt wird.
  • Das Jetzt, in dem Gott die Welt erschuf, ist so nah wie dieses Jetzt, in dem ich im Augenblick spreche; und der letzte Tag ist so nah wie dieses Jetzt, wie gestern.
  • Je mehr wir haben, desto weniger besitzen wir.
  • Wenn ein Mensch das Eine in allen Dingen sieht, steht er über bloßem Verstehen.
  • Die beste und edelste Errungenschaft in diesem Leben ist, still zu sein und Gott in sich wirken und sprechen zu lassen. Darum heißt es: „Inmitten der Stille wurde mir das geheime Wort gesagt.“
  • Wer gelassen und rein sein will, braucht nur eines: Loslösung.
  • Alles, was Gott vom Menschen will, ist ein friedliches Herz.
  • Ein Mensch hat so viele Häute in sich – die Tiefen des Herzens bedeckend. Wir wissen so vieles, aber wir kennen uns selbst nicht! Warum, dreißig oder vierzig Häute oder Felle, so dick und hart wie Ochsen- oder Bärenhaut, bedecken die Seele. Geh in deinen eigenen Grund hinein und lerne dort, dich selbst zu erkennen.
  • Wenn du dich selbst liebst, liebst du alle anderen so, wie du dich selbst liebst. Solange du einen anderen Menschen weniger liebst als dich selbst, wirst du dich selbst nicht wirklich lieben können. Doch wenn du alle gleich liebst – einschließlich deiner selbst – dann wirst du sie als eine Person lieben, und diese Person ist zugleich Gott und Mensch.
  • Er ist nur sich Gottes bewusst… Bewusst zu sein, Gott zu kennen, heißt, sowohl von Gott als auch vom Selbst zu wissen.