Solange man nicht so schlicht wird wie ein Kind, erhält man keine göttliche Erleuchtung. Vergiss alles weltliche Wissen, das du erworben hast, und werde wie ein Kind – dann wirst du göttliche Weisheit erlangen.
Bemühe dich, die Liebe zu Gott zu kultivieren. Du bist als Mensch geboren, nur um göttliche Liebe zu erlangen.
Man kann göttliche Erkenntnis nicht erlangen, solange man nicht den Stolz ablegt. Wasser bleibt nicht oben auf einem Hügel; es strömt in reißenden Fluten von allen Seiten in die Niederungen.
Kleine Kinder spielen im Nebenraum mit Puppen, wie sie wollen, ohne jede Sorge, ohne Furcht und ohne Zügelung; doch sobald ihre Mutter hereinkommt, werfen sie die Puppen beiseite und laufen zu ihr, weinend: „Mama, Mama.“ Auch du spielst jetzt in dieser materiellen Welt, verstrickt in die Puppen von Reichtum, Ehre, Ruhm usw. Wenn du jedoch deine Göttliche Mutter einmal siehst, wirst du danach keine Freude mehr an all diesen Dingen finden. Wirf sie alle weg, und du wirst zu ihr laufen.
Wenn du dein Herz immer in der Tiefe dieser heiligen Liebe versenkst, wird dein Herz gewiss stets überfließen mit der göttlichen Glut der heiligen Liebe.
Wenn die göttliche Schau erreicht ist, erscheinen alle gleich; und es bleibt keine Unterscheidung mehr zwischen gut und schlecht, zwischen hoch und niedrig.
Die Menschen sind wie Kissenbezüge. Der eine ist rot, der andere blau, der dritte schwarz; doch alle enthalten dieselbe Baumwolle. So ist es auch mit dem Menschen: Der eine ist schön, der andere hässlich, der dritte heilig, der vierte böse; aber das Göttliche wohnt in allen.
Sonnenlicht ist überall dasselbe, wo es fällt; doch nur eine helle Oberfläche – wie die des Wassers oder eines Spiegels – reflektiert es vollständig. So ist auch das göttliche Licht. Es fällt gleichmäßig und unparteiisch auf alle Herzen, aber die reinen und frommen Herzen heiliger Menschen empfangen und spiegeln dieses Licht besonders gut.