Der Sufismus ist keine Religion und keine Philosophie. Er ist weder Deismus noch Atheismus, weder eine Moral noch eine besondere Art von Mystik—und er ist frei von der üblichen religiösen Engstirnigkeit. Wenn man ihn je Religion nennen könnte, dann nur als Religion der Liebe, der Harmonie und der Schönheit.
Wenn ich jetzt irgendetwas tue, dann richte ich Seelen statt Instrumente. Ich harmonisiere Menschen statt Noten. Wenn es in meiner Philosophie etwas gibt, dann ist es das Gesetz der Harmonie: Man muss sich selbst in Einklang bringen—mit sich selbst und mit anderen.
Liebe ist das Wesen aller Religion, aller Mystik und aller Philosophie. Und für den, der das gelernt hat, erfüllt Liebe den Zweck von Religion, Ethik und Philosophie—und der Liebende wird über alle Unterschiede von Glaubensrichtungen und Überzeugungen erhoben.