Maimonides

Maimonides

Jüdischer Philosoph und Gelehrter.

Ein mittelalterlicher Philosoph, der versuchte, religiöse Tradition mit Vernunft und Philosophie in Einklang zu bringen.

Maimonides Zitate uber die Natur

  • Wisse: Die Schwierigkeiten, die in der Frage nach dem Zweck des Universums oder eines seiner Teile zu Verwirrung führen, entstehen aus zwei Ursachen: Erstens hat der Mensch eine falsche Vorstellung von sich selbst und glaubt, die ganze Welt existiere nur um seinetwillen. Zweitens ist er unwissend sowohl über die Natur der unter dem Mond liegenden Welt als auch über die Absicht des Schöpfers, allen Wesen Dasein zu geben, deren Existenz möglich ist – denn Existenz ist zweifellos gut.
  • Im Reich der Natur gibt es nichts Zweckloses, nichts Unbedeutendes und nichts Unnötiges.
  • Manchmal leuchtet die Wahrheit so hell, dass wir sie klar wie am Tag wahrnehmen. Doch unsere Natur und Gewohnheit legen dann einen Schleier über unsere Wahrnehmung, und wir kehren in eine Dunkelheit zurück, die fast so dicht ist wie zuvor. Wir sind wie jene, die zwar häufig Blitzlichter sehen, aber dennoch in der dicksten Dunkelheit der Nacht gefangen sind.
  • Das muss unser Glaube sein, wenn wir eine rechte Erkenntnis von unserem eigenen Selbst haben und die wahre Natur von allem begreifen; dann müssen wir zufrieden sein und unseren Geist nicht damit beunruhigen, nach einer bestimmten letzten Ursache für Dinge zu suchen, die keine haben – oder die nur eine letzte Ursache haben: ihr eigenes Dasein, das vom Willen Gottes abhängt, oder, wenn du willst, von der göttlichen Weisheit.
  • Die Philosophen nehmen ebenfalls an, dass in der Natur nichts vergeblich sei, sodass alles, was nicht das Produkt menschlicher Arbeit ist, einen bestimmten Zweck erfüllt – einen, den wir kennen oder auch nicht kennen mögen.
  • Wisse: Für den menschlichen Geist gibt es bestimmte Gegenstände der Wahrnehmung, die im Bereich seiner Natur und Fähigkeit liegen. Andererseits gibt es unter den Dingen, die tatsächlich existieren, gewisse Gegenstände, die der Geist auf keinerlei Weise und auf keinen Fall erfassen kann: Die Tore der Wahrnehmung sind ihm verschlossen.