Glückliche Gedanken zu denken erzeugt buchstäblich eine positive chemische Veränderung im Gehirn, die sowohl positive körperliche als auch psychologische Vorteile anregt.
Ein fester Gewohnheitsablauf wird durch alte, gut eingeübte Bahnen im Gehirn gestützt. Wenn du bewusst Entscheidungen triffst, um eine Gewohnheit zu verändern, schaffst du neue Bahnen. Gleichzeitig stärkst du die Entscheidungsfunktion des Großhirns, während du den Griff des unteren, instinktiven Gehirns verringerst. Darum—ohne deine Gewohnheit zu bewerten, egal ob sie sich gut oder schlecht anfühlt—nimm dir Zeit, die Routine zu durchbrechen, die automatische Reaktion, die die Gewohnheit dir aufzwingt.
Du kannst dein Gewahrsein auf viele Arten erweitern, und während du es tust, wird dein Gehirn sich entwickeln. Es wächst körperlich, indem es neue neuronale Bahnen, synaptische Verbindungen und sogar neue Gehirnzellen entwickelt. Vielleicht noch wichtiger: Es entwickelt sich so, dass es die Erweiterung deines Geistes in neue, kreative Bereiche widerspiegelt.
Eine Besonderheit des menschlichen Gehirns ist: Es kann nur das tun, was es für möglich hält. Sobald du sagst: „Mein Gedächtnis ist nicht mehr wie früher“ oder „Ich kann mich heute an nichts erinnern“, trainierst du dein Gehirn tatsächlich darauf, in Übereinstimmung mit deinen verminderten Erwartungen zu leben.
Yoga regt verschiedene Nerven in deinem Körper an—besonders den Nervus vagus, der Informationen vom Gehirn zu den meisten großen Organen des Körpers trägt. Er verlangsamt alles und ermöglicht Selbstregulation. Es ist der Nerv, der mit dem parasympathischen System und Emotionen wie Liebe, Freude und Mitgefühl verbunden ist.
Jeder Gedanke, jedes Gefühl und jede Emotion erzeugt ein Molekül, das man als Neuropeptid kennt. Neuropeptide wandern durch deinen ganzen Körper und heften sich an Rezeptorstellen von Zellen und Neuronen. Dein Gehirn nimmt die Information auf, wandelt sie in Chemikalien um und lässt deinen ganzen Körper wissen, ob es in der Welt Schwierigkeiten gibt oder Anlass zur Freude. Dein Körper wird direkt beeinflusst, während diese Moleküle durch den Blutkreislauf ziehen und die energetische Wirkung dessen übermitteln, was dein Gehirn denkt und fühlt.