Es gibt ein unaussprechliches Geheimnis, das uns selbst und die Welt zugrunde liegt. Es ist die Dunkelheit, aus der das Licht hervortritt. Wenn du die Ganzheit des Universums erkennst und dass der Tod ebenso gewiss ist wie die Geburt, dann kannst du dich entspannen und akzeptieren, dass es so ist. Es gibt nichts anderes zu tun.
Wie die Liebe: Das Licht oder die Führung der Wahrheit, die uns beeinflusst, existiert nur in lebendiger Form – nicht in Prinzipien oder Regeln oder Erwartungen oder Ratschlägen, so weit verbreitet sie auch sein mögen.
Ich scheine ein kurzes Licht zu sein, das aufblitzt—doch nur einmal in allen Äonen der Zeit: ein seltener, komplizierter und allzu empfindlicher Organismus am Rand der biologischen Evolution, wo die Welle des Lebens in einzelne, funkelnde und mehrfarbige Tropfen ausbricht, die einen Augenblick lang leuchten… um dann für immer zu verschwinden.
Deine Welt besteht aus all diesen Elementen: von Licht und Klang, von Geschmack, Geruch und Berührung—zu einem Geflecht verwoben in vielen Dimensionen auf dem wunderbaren Webstuhl deines Gehirns. Dein Gehirn—das komplizierteste Ding der Welt, das du selbst erschaffen hast … ohne auch nur darüber nachzudenken.
Das Göttliche ist niemals ein Gegenstand seiner eigenen Erkenntnis. Wie ein Messer sich nicht selbst schneidet, wie Feuer sich nicht selbst verbrennt und wie Licht sich nicht selbst erhellt: Es bleibt für sich selbst immer ein endloses Geheimnis.
Die Quelle allen Lichts liegt im Auge.
Die Frage „Was sollen wir damit tun?“ stellen nur jene, die das Problem nicht verstehen. Wenn ein Problem überhaupt lösbar ist, dann sind es dasselbe, es zu verstehen und zu wissen, was man damit tun soll. Umgekehrt ist es, etwas anzugehen, das man nicht versteht, wie zu versuchen, Dunkelheit wegzuräumen, indem man sie mit den Händen beiseiteschiebt. Sobald Licht gebracht wird, verschwindet die Dunkelheit augenblicklich.
Die Wahrheit wird sichtbar, indem man alles entfernt, was ihr Licht verdeckt—eine Kunst, die der Bildhauerei ähnlich ist: Der Künstler schafft nicht durch Aufbau, sondern indem er wegmeißelt.
Für die Philosophen Indiens ist Relativität jedoch keine neue Entdeckung—so wie das Konzept der Lichtjahre für Menschen, die an Zeit in Kalpas denken, kein Grund zur Verwunderung ist (ein Kalpa umfasst etwa 4.320.000 Jahre). Dass die Weisen Indiens sich nicht mit technischen Anwendungen dieses Wissens befasst haben, liegt daran, dass Technologie nur eine von unzähligen Möglichkeiten ist, dieses Wissen anzuwenden.