Es gibt nichts, worüber man angemessen sprechen könnte, und die ganze Kunst der Poesie besteht darin, zu sagen, was nicht gesagt werden kann.
Für die vollkommene Vollendung jeder Kunst musst du dieses Gefühl des ewigen Jetzt in deine Knochen bekommen – denn es ist das Geheimnis des rechten Timings. Kein Hast. Kein Zögern. Nur das Gefühl, mit dem Lauf der Ereignisse zu fließen – so wie du zu Musik tanzt: weder versuchen, ihr vorauszueilen, noch hinterherzubleiben. Eilen und Verzögern sind beide Arten, zu versuchen, dem gegenwärtigen Augenblick zu widerstehen.
Die Kunst des Lebens… ist weder sorgloses Dahintreiben auf der einen Seite noch ängstliches Festhalten an der Vergangenheit auf der anderen. Sie besteht darin, für jeden Augenblick sensibel zu sein, ihn als völlig neu und einzigartig zu betrachten, und den Geist offen zu halten—ganz empfangsbereit.
Im Leben wie in der Kunst verschwendet Zen niemals Energie damit, zu erklären; es weist nur hin.
Genuss ist eine Kunst und eine Fähigkeit, für die wir wenig Talent oder Energie haben… deine ganze Erziehung hat dir diese Fähigkeit genommen, weil sie dich auf die Zukunft vorbereitete, statt dir zu zeigen, wie man jetzt lebendig ist.
Die Wahrheit wird sichtbar, indem man alles entfernt, was ihr Licht verdeckt—eine Kunst, die der Bildhauerei ähnlich ist: Der Künstler schafft nicht durch Aufbau, sondern indem er wegmeißelt.
Und doch: Je mehr du dich um irgendeine Art von Vollkommenheit oder Meisterschaft bemühst—in Moral, in Kunst oder in Spiritualität—desto mehr siehst du, dass du nur ein verfeinertes und erhabenes Spiel des alten Egos spielst. Und dass jede Höhe, die du erreichst, sich dir selbst und anderen nur im Kontrast zu der Tiefe oder dem Scheitern eines anderen zeigt.
Die Kunst des Seins: Ein Zustand der Ganzheit, in dem der Geist frei und leicht wirkt – ohne das Gefühl eines zweiten Geistes oder eines Egos, das wie mit einem Knüppel über ihm steht.
Wir sind krank vor Faszination für die nützlichen Werkzeuge von Namen und Zahlen, für Symbole, Zeichen, Vorstellungen und Ideen. Meditation ist daher die Kunst, das verbale und symbolische Denken für eine Zeit auszusetzen – ähnlich wie ein höfliches Publikum aufhört zu reden, wenn ein Konzert gleich beginnt.
Das Geheimnis der Freude am Genuss ist zu wissen, wann man aufhören muss. Der Mensch lernt dieses Geheimnis nicht leicht; doch den Genuss ganz zu meiden ist feige Ausweichung vor einer schwierigen Aufgabe. Denn wir müssen die Kunst des Genießens lernen—WEIL die Dinge vergänglich sind.