Epikur Zitate uber den Verstand
Eitel ist das Wort eines Philosophen, das kein Leid der Menschen heilt. Denn wie es keinen Nutzen in der Medizin gibt, wenn sie nicht die Krankheiten des Leibes vertreibt, so gibt es auch keinen Nutzen in der Philosophie, wenn sie nicht das Leiden des Geistes vertreibt.
Nur der Gerechte genießt Frieden im Herzen.
Wer Frieden im Herzen hat, stört weder sich selbst noch einen anderen.
Menschen, die an Mythen glauben, werden immer etwas fürchten – eine schreckliche, ewige Strafe, so sicher oder wahrscheinlich… Menschen gründen all diese Ängste nicht auf reife Meinungen, sondern auf irrationale Einbildungen: Sie sind mehr beunruhigt durch die Angst vor dem Unbekannten als dadurch, dass sie Fakten ins Auge fassen. Frieden des Geistes liegt darin, von all diesen Ängsten befreit zu sein.
Wenn wir sagen, das Vergnügen sei das Ziel, meinen wir nicht das Vergnügen des Ausschweifenden oder das, was von körperlichem Genuss abhängt—wie manche denken, die unsere Lehren nicht verstehen, mit ihnen nicht übereinstimmen oder ihnen eine böse Deutung geben. Mit Vergnügen meinen wir vielmehr den Zustand, in dem der Körper frei ist von Schmerz und der Geist frei von Angst.
Der Geist, der durch Wohlstand stark erhoben und übermütig ist, und der durch Widrigkeiten niedergedrückt wird, ist im Allgemeinen elend und niedrig.
Am schönsten ist der Anblick derer, die uns nah und teuer sind, wenn unsere ursprüngliche Verwandtschaft uns einmütig macht.
Die Größe der Lust erreicht ihre Grenze in der Beseitigung allen Schmerzes. Wenn eine solche Lust da ist — solange sie ununterbrochen ist — gibt es weder Schmerz des Körpers noch des Geistes oder beider zusammen.
Das Fleisch glaubt, die Lust sei grenzenlos und sie verlange unbegrenzte Zeit; doch der Geist, der das Ende und die Grenze des Fleisches erkennt und die Ängste vor der Zukunft ablegt, sichert sich ein vollständiges Leben und braucht keine unbegrenzte Zeit mehr.
