Hazrat Inayat Khan

Hazrat Inayat Khan

Sufi-Meister und Musiker.

Ein Sufi-Lehrer, der den Sufismus in der westlichen Welt einführte und die Einheit aller Religionen betonte.

Hazrat Inayat Khan Zitate uber das Verlangen

  • Sehr oft reden pessimistische Menschen gegen ihren eigenen Wunsch. Sie wollen irgendeine Arbeit beginnen, und sie sagen: „Ich werde das tun, aber ich glaube nicht, dass ich darin Erfolg haben werde.“ So behindern sie sich selbst auf ihrem Weg. Der Mensch weiß nicht, dass jeder Gedanke einen Eindruck ins Bewusstsein macht und in den Rhythmus, mit dem das Bewusstsein arbeitet. Entsprechend diesem Rhythmus wird die Reflexion wahr und geschieht; und der Mensch erweist sich als sein eigener Feind – aus Unwissenheit über diese Dinge.
  • Jedes lebende Wesen auf der Erde liebt das Leben über alles. Selbst das kleinste Insekt, dessen Leben nur einen Augenblick dauert, versucht, jeder Gefahr zu entkommen, um noch einen Moment länger zu leben. Und der Wunsch zu leben ist im Menschen am stärksten entwickelt.
  • Das Größte ist, eine Neigung zur Freundschaft zu haben. Das zeigt sich in Form von Toleranz und Vergebung, in Form von Dienst und Vertrauen. In welcher Form er es auch ausdrücken mag—das ist das zentrale Thema: der beständige Wunsch, seine Liebe zur Menschheit zu beweisen, der Freund aller zu sein.
  • Wer den Wunsch hat zu lehren, während er doch erst kommt, um zu lernen, soll sich nicht als Schüler ausgeben; er muss als Lehrer kommen.
  • Meisterschaft liegt nicht nur darin, den Geist zu stillen, sondern darin, ihn auf den Punkt auszurichten, den wir wünschen; ihn so aktiv zu lassen, wie wir es wollen; ihn zu nutzen, um unser Ziel zu erfüllen; und ihn still werden zu lassen, wenn wir es wollen. Wer zu diesem gelangt ist, hat seinen Himmel in sich selbst geschaffen. Er muss nicht auf einen Himmel im Jenseits warten—denn er hat ihn jetzt in seinem eigenen Geist hervorgebracht.