Osho (Rajneesh) Zitate uber die Stille
Wenn deine Kreativität aus deiner Stille kommt – aus deinem Zen, aus deinen Meditationen – dann ist sie echt, ursprünglich. Wenn sie nur als Beschäftigung entsteht, weil du dich verloren fühlst und nichts zu tun hast – wie ein langer Urlaub, und dann fängst du an, irgendetwas zu tun … Dann kommt das nicht aus deiner Stille, sondern aus deinem verrückten Geist.
Wahre Kreativität entsteht nur aus der Stille.
Kreativität hat zwei Möglichkeiten. Die eine ist: Sie entsteht aus deiner Stille, aus Liebe, aus Verstehen, aus deiner Klarheit des Blicks, aus deiner vertrauten Freundlichkeit gegenüber dem Sein – dann ist Kreativität gesund. Aber wenn sie nicht aus Meditation entsteht, aus Stille und Frieden und Verstehen und Liebe, dann besteht eine Gefahr. Dann kann sie aus deinem verwirrten Geist entstehen. Dann kann sie aus deiner Verrücktheit entstehen.
Nur ein Mensch der inneren Stille wird zum Schöpfer. Und wir brauchen immer mehr schöpferische Menschen in der Welt. Ihre eigene Kreativität, ihre eigene Stille, ihre eigene Liebe, ihr eigener Frieden – das wird der einzige Weg sein, diesen schönen Planeten zu schützen.
Deine Erleuchtung ist nur dann vollkommen, wenn die Stille dazu geworden ist, eine Feier zu sein. Deshalb bestehe ich darauf: Nach deiner Meditation musst du feiern. Nach der Stille musst du sie genießen; du musst dankbar sein. Eine tiefe Dankbarkeit muss gegenüber dem Ganzen gezeigt werden – allein dafür, dass du bist, dass du meditieren kannst, dass du still sein kannst, dass du lachen kannst.
Es gibt keine größere Ekstase, keine größere Seligkeit, als zu wissen, wer du bist. Das innere Weite zu kennen heißt, alles zu kennen. Es ist grenzenlose Stille—aber nicht tot; sie ist lebendig mit eigenen Liedern, mit eigenen Tänzen.
Wahre Kreativität entsteht aus dem stillen Sitzen. Wenn du so vollkommen still bist, dass es keinen Gedanken gibt, keine Welle im Ozean deines Seins—dann entspringt aus dieser Stille eine andere Art von Kreativität.
Meditation ist nichts anderes als die Anstrengung, alle fremden Elemente fallen zu lassen, damit du dich siehst, wie du warst, bevor du geboren wurdest—spiegelbildlich in deiner Reinheit. Es ist eine große Stille und eine große Freude, dort zu sein. Und wenn du einmal dort verweilst, gibt es keinen Tod und keine Zeit. Alle Angst, alle Gier, all der Zorn verschwinden: Man ist einfach da—ohne Idee, ohne Verlangen.
So wie der Tag ohne die Nacht nicht existieren kann, so wie das Leben ohne den Tod nicht existieren kann, so kann Kreativität ohne Stille nicht existieren. Und umgekehrt gilt es ebenso: Stille kann nicht ohne Kreativität sein.
So wird dein Leben zu einer lebendigen Feier, und deine Beziehungen werden etwas Festliches. Was immer du tust: Jeder Augenblick ist ein Fest. Du isst, und Essen wird zur Feier; du nimmst ein Bad, und Baden wird zur Feier; du sprichst, und Sprechen wird zur Feier; Beziehungen werden zur Feier. Dein äußeres Leben wird festlich – keine Traurigkeit ist darin. Wie könnte Traurigkeit existieren, wenn Stille da ist?
Schon indem du dir dessen bewusst bist, beginnen die Gedanken zu verschwinden. Du musst nicht kämpfen. Dein Gewahrsein genügt, um sie zu zerstören. Und wenn der Geist leer ist, ist der Tempel bereit. Und im Innern des Tempels ist der einzige Gott, den man dort platzieren sollte, die Stille. Merke dir diese drei Worte: Entspannung, Gedankenlosigkeit, Stille. Und wenn diese drei Worte für dich nicht mehr nur Worte sind, sondern zu Erfahrungen werden, wird sich dein Leben verwandeln.
Meine Sannyasins müssen Schöpfer sein—nicht durch den Verstand, sondern durch Meditation. Und es geschieht von selbst; man muss nicht einmal darüber nachdenken. Darum lehre ich keine Kreativität—ich lehre nur Stille. Und aus dieser Stille entsteht dann viel Kreativität. Man ist überrascht, wie viel man in seinem Sein getragen hat, unausgedrückt—wie groß das eigene Potenzial war. Wenn man ihm begegnet, kann man es kaum glauben!
Ich lehre dich sowohl Einsatz als auch müheloses Mühen—denn wenn du nicht zur mühelosen Anstrengung gelangst, wenn du nicht zur aktiven Passivität gelangst, wenn du nicht zu einem singenden Schweigen gelangst—das wirkt paradox—wenn du nicht zu einem unbewegten Tanz gelangst, dann hast du es noch nicht erreicht.
Stille ist der Raum, in dem der Mensch aufwacht.
Objektive Kunst ist genau das Gegenteil. Der Mensch hat nichts wegzuwerfen—er ist völlig leer, absolut rein. Aus dieser Stille, aus dieser Leere entsteht Liebe, Mitgefühl, und aus dieser Stille entsteht eine Möglichkeit für Kreativität. Diese Stille, diese Liebe, dieses Mitgefühl—das sind die Eigenschaften der Meditation.
Lass los und komm näher an das Dasein—in Stille und Frieden, in Meditation.
