Sri Nisargadatta Maharaj Zitate uber die Freiheit
Das Selbst als einzige Wirklichkeit zu erkennen und alles andere als zeitlich und vergänglich zu sehen—das ist Freiheit, Frieden und Freude. Es ist alles sehr einfach. Sieh die Dinge nicht als bloß vorgestellt an, sondern so, wie sie sind. Wenn du alles so sehen kannst, wie es ist, wirst du auch dich selbst sehen, wie du bist. Es ist wie das Reinigen eines Spiegels. Derselbe Spiegel, der dir die Welt zeigt, wie sie ist, wird dir auch dein eigenes Gesicht zeigen. Der Gedanke „Ich bin“ ist das Tuch zum Polieren. Benutze es.
Sobald du dein wahres Sein kennst, hast du keine Angst vor nichts. Der Tod schenkt Freiheit und Kraft. Um in der Welt frei zu sein, musst du der Welt sterben. Dann ist das Universum dein Eigen; es wird zu deinem Leib—ein Ausdruck und ein Werkzeug. Die Glückseligkeit, absolut frei zu sein, ist nicht zu beschreiben.
Lerne, ohne Einbildung zu schauen, ohne Verzerrung zu hören—das ist alles. Höre auf, Namen und Formen dem zuzuschreiben, was im Grunde namenlos und formlos ist. Erkenne: Jede Art der Wahrnehmung ist subjektiv. Was gesehen oder gehört, berührt oder gerochen, gefühlt oder gedacht wird—was erwartet oder sich vorgestellt wird—ist im Geist und nicht in der Wirklichkeit. Dann wirst du Frieden erfahren und Freiheit von Angst.
Glücklich oder unglücklich wirst du nur durch deine Selbstidentifikation mit deinem Geist. Rebellier gegen deine Knechtschaft gegenüber deinem Geist; sieh deine Fesseln als selbst erschaffen und sprenge die Ketten der Anhaftung und Abneigung. Halte dein Ziel der Freiheit im Blick, bis dir aufgeht, dass du bereits frei bist—dass Freiheit nichts ist, das man in ferner Zukunft durch schmerzhafte Anstrengungen erwerben muss, sondern immer schon dein Eigen ist, um genutzt zu werden! Befreiung ist kein Erwerb, sondern eine Sache des Mutes: der Mut, zu glauben, dass du bereits frei bist, und danach zu handeln.
Freiheit ist Freiheit von etwas. Wovon sollst du frei sein? Offensichtlich musst du frei sein von der Person, für die du dich hältst – denn es ist die Vorstellung, die du von dir hast, die dich in Fesseln hält.
Freiheit, zu tun, was man will, ist in Wahrheit Fessel; wahre Freiheit ist es, frei zu sein, das zu tun, was man muss—was recht ist.
Das Spiel mit verschiedenen Ansätzen mag daher rühren, dass Widerstand besteht, nach innen zu gehen: aus Angst, die Illusion aufgeben zu müssen, man sei etwas Bestimmtes oder jemand Bestimmtes. Von allen Bindungen kommt zuerst die Liebe zu sich selbst. Licht und Liebe sind unpersönlich. Wenn du nicht denkst, du seist dies oder jenes, endet jeder Konflikt. Jeder Versuch, etwas an deinen Problemen zu tun, wird scheitern müssen, denn was durch Verlangen verursacht ist, kann nur in Freiheit vom Verlangen rückgängig gemacht werden. Du kannst Probleme nicht loswerden, ohne Illusionen aufzugeben.
Wahrheit bringt keinen Vorteil. Sie verleiht keinen höheren Rang, keine Macht über andere; alles, was du erhältst, ist Wahrheit und Freiheit von dem Falschen.
