Shunryu Suzuki

Shunryu Suzuki

Zen-Meister und Autor von „Zen-Geist, Anfänger-Geist“.

Ein japanischer Zen-Meister, der maßgeblich daran beteiligt war, den Zen-Buddhismus in die Vereinigten Staaten zu bringen. Sein Buch „Zen-Geist, Anfänger-Geist“ betont die Bedeutung des Anfängergeistes.

Shunryu Suzuki Zitate uber die Erleuchtung

  • Wenn die Erleuchtung zuerst kommt—noch vor dem Denken, noch vor der Übung—dann werden Denken und Übung nicht selbstbezogen sein. Mit Erleuchtung meine ich: nichts zu glauben; zu glauben an etwas, das keine Form und keine Farbe hat—bereit, Form oder Farbe anzunehmen. Diese Erleuchtung ist die unveränderliche Wahrheit. Auf dieser ursprünglichen Wahrheit sollen unsere Tätigkeit, unser Denken und unsere Übung beruhen.
  • Du kannst keinen Termin mit der Erleuchtung ausmachen.
  • Erleuchtung ist kein vollständiges Heilmittel.
  • Man sagt, die Praxis des Zen sei schwierig. Aber da liegt ein Missverständnis über den Grund. Sie ist nicht schwierig, weil es schwer wäre, im Schneidersitz zu sitzen oder Erleuchtung zu erlangen. Sie ist schwierig, weil es schwer ist, unseren Geist rein zu halten und unsere Praxis im grundlegenden Sinn rein zu halten.
  • Beweg dich nicht. Stirb immer wieder. Plane nichts voraus. Jetzt kann dich nichts mehr retten, denn du hast nur diesen Augenblick. Selbst Erleuchtung wird dir jetzt nicht helfen, weil es keine anderen Augenblicke gibt. Ohne Zukunft sei dir selbst treu und bring dich ganz zum Ausdruck. Beweg dich nicht.
  • In deinem alltäglichen Leben hast du immer Möglichkeiten zur Erleuchtung. Wenn du auf die Toilette gehst, gibt es eine Chance, Erleuchtung zu erlangen. Wenn du kochst, gibt es eine Chance. Wenn du den Boden reinigst, gibt es eine Chance. Überall kann Erleuchtung möglich sein.
  • Nicht erst nachdem wir die Wahrheit verstanden haben, erlangen wir Erleuchtung. Die Wahrheit zu erkennen heißt: leben – hier und jetzt existieren.
  • Wir verachten nicht die Idee der Erleuchtung, aber das Wichtigste ist dieser Augenblick – nicht irgendein Tag in der Zukunft. Wir müssen unsere Anstrengung in diesem Augenblick machen. Das ist das Wichtigste für unsere Praxis.
  • Obwohl wir keine tatsächlichen schriftlichen Mitteilungen aus der Welt der Leere haben, gibt es Hinweise oder Anregungen darüber, was in dieser Welt geschieht – und das ist, könnte man sagen, Erleuchtung. Wenn du Pflaumenblüten siehst oder das Geräusch eines kleinen Steins hörst, der gegen Bambus trifft, dann ist das ein Brief aus der Welt der Leere.