Shunryu Suzuki

Shunryu Suzuki

Zen-Meister und Autor von „Zen-Geist, Anfänger-Geist“.

Ein japanischer Zen-Meister, der maßgeblich daran beteiligt war, den Zen-Buddhismus in die Vereinigten Staaten zu bringen. Sein Buch „Zen-Geist, Anfänger-Geist“ betont die Bedeutung des Anfängergeistes.

Shunryu Suzuki Zitate uber die Wahrheit

  • Wenn die Erleuchtung zuerst kommt—noch vor dem Denken, noch vor der Übung—dann werden Denken und Übung nicht selbstbezogen sein. Mit Erleuchtung meine ich: nichts zu glauben; zu glauben an etwas, das keine Form und keine Farbe hat—bereit, Form oder Farbe anzunehmen. Diese Erleuchtung ist die unveränderliche Wahrheit. Auf dieser ursprünglichen Wahrheit sollen unsere Tätigkeit, unser Denken und unsere Übung beruhen.
  • Weil wir die Wahrheit des Vergänglichen nicht annehmen können, leiden wir.
  • Eine Idee von Wahrheit anzunehmen, ohne sie zu erleben, ist wie ein Kuchenbild auf Papier, das man nicht essen kann.
  • Nicht erst nachdem wir die Wahrheit verstanden haben, erlangen wir Erleuchtung. Die Wahrheit zu erkennen heißt: leben – hier und jetzt existieren.
  • Die höchste Wahrheit ist daiji – in chinesischen Schriften als dai jiki übersetzt. Das ist das Thema der Frage, die der Kaiser Bodhidharma stellte: „Was ist das Erste Prinzip?“ Bodhidharma sagte: „Ich weiß es nicht.“ „Ich weiß es nicht“ ist das Erste Prinzip.
  • Ohne die objektive Seite der Wahrheit zu übersehen, muss sie auch subjektiv sein. Buddhas gesamte Lehre ist für dich – etwas, das du schmecken kannst. Nicht etwas, an das man glauben muss, sondern etwas, das man entdecken und erfahren kann.
  • Ein Erleuchteter ignoriert keine Dinge und klammert sich nicht an Dinge—nicht einmal an die Wahrheit.
  • Glaube ist ein Zustand der Offenheit oder des Vertrauens… Mit anderen Worten: Wer in religiösen Dingen fanatisch ist und an bestimmte Vorstellungen über das Wesen Gottes und des Universums klammert, der hat eigentlich keinen Glauben. Er hält nur fest. Die Haltung des Glaubens aber ist: loslassen und offen werden für die Wahrheit – wie sie auch immer sich zeigen mag.
  • Ohne anzunehmen, dass sich alles verändert, können wir keine vollkommene Gelassenheit finden. Doch leider ist es für uns schwer, es zu akzeptieren—obwohl es wahr ist. Weil wir die Wahrheit des Vergänglichen nicht annehmen können, leiden wir.