Swami Kripalvananda

Swami Kripalvananda

Indischer Yogi und spiritueller Lehrer.

Ein indischer Yogi, bekannt für seine tiefen Lehren über Selbstverwirklichung und ganzheitliche Gesundheit.

Swami Kripalvananda Zitate uber das Wissen

  • Ob der Sadhaka den Weg des Jnana (des Wissens) gehen will oder den Weg des Karma (der Tat) – der Sadhaka muss die Stufe der Handlung durchschreiten. Karma-Yoga ist die Grundlage aller Yogas. Es ist der erste Schritt, und Yoga des Wissens ist der zweite Schritt.
  • Die menschlichen Bemühungen sind vier Arten, denn es gibt vier Ziele oder Absichten des Lebens: Artha (Wohlstand), Kama (Begehren), Dharma (Religion) und Moksha (Befreiung). Die ersten beiden ziehen einen zu weltlichen Dingen hin, während die letzten beiden zu Gott führen. Die ersten beiden enden in Niedergang und Unwissenheit; die letzten beiden führen zu Erhebung und Wissen.
  • Das Wissen, das der Yogi erlangt, kommt jenseits der Sinne. Wissen, das durch die fünf Sinne gewonnen wird, ist sehr gewöhnliches Wissen; doch das Wissen, das jenseits der Sinne erlangt wird, ist ebenfalls jenseits der gewöhnlichen Art von Wissen. Es ist ein höheres Wissen – das wahre Wissen. Um es zu verstehen, muss ein Sadhaka aufhören, seine Energie nach außen zu verlagern, und sich nach innen ausrichten. Diese innere Ausrichtung kann man Meditation nennen.
  • Von den drei Wegen—Jnana (Wissen), Karma (Handlung) oder Bhakti (Hingabe)—soll ein Sadhaka den wählen, der zu seiner Natur passt. Keiner dieser Wege ist dem anderen überlegen oder unterlegen. Es ist reine Unwissenheit, den eigenen Weg für überlegen zu halten und die Wege der anderen für minderwertig.
  • Yoga wird als Brahmavidya (Wissen vom höchsten Geist) bezeichnet. Dieses große Wissen ist uralt und äußerst schwer zu erlangen. Für seine Verwirklichung braucht man viele Lebenszeiten. Würde man es objektiv bewerten, so würde man es als die höchste Religion, die globale Religion, die universale Religion, die menschliche Religion oder die ewige Religion definieren.
  • Auf dem yogischen Pfad treten verschiedene Erfahrungen auf, die den Glauben des Sadhaka stärken, ebenso Mut, Wissen, Begeisterung, Hingabe an seinen Guru, Hingabe an Yoga—und schließlich Hingabe an Gott. Zunächst gewinnt der Sadhaka ein Verständnis für die unteren Chakren; später für die mittleren; und schließlich entfaltet sich das Verständnis für die höheren Chakren. Darüber hinaus ist das Verständnis verschiedener Asanas (Haltungen), Mudras (Gesten), Pranayama (Atemkontrolle), Pratyahara (Rückzug von Sinnesobjekten) und Jyoti Darshana (Vision des göttlichen Lichts) durch Erfahrung zugänglich. So entfaltet die Praxis des Yoga selbst das Wissen über fortgeschrittenere Zustände des Yoga.