Swami Kripalvananda Zitate uber Mut
Leider kannst du geistige Unruhe nicht einfach dadurch beseitigen, dass du einen Tag oder einen Monat meditierst; du musst über viele Jahre hinweg regelmäßig und unermüdlich üben. Während der Sadhaka (der Meditierende) die Ursachen geistiger Unruhe weiter entfernt und auslöscht, entstehen Zustände geistigen Friedens. Wenn der Sadhaka höhere Meditationszustände erreicht, beginnen Ströme des Friedens in seinen Geist zu fließen und erzeugen Eigenschaften wie Bescheidenheit, Begeisterung, Mut und Geduld. Danach wird der Sadhaka regelrecht von der Meditation abhängig.
Der Yoga-Weg ist so vollständig voller unzähliger Schwierigkeiten, dass der Sadhaka, der nicht gegen diese Schwierigkeiten mit Begeisterung, Glauben, Geduld und Mut ankämpfen kann, niemals den yogischen Pfad betreten wird.
Auf dem yogischen Pfad treten verschiedene Erfahrungen auf, die den Glauben des Sadhaka stärken, ebenso Mut, Wissen, Begeisterung, Hingabe an seinen Guru, Hingabe an Yoga—und schließlich Hingabe an Gott. Zunächst gewinnt der Sadhaka ein Verständnis für die unteren Chakren; später für die mittleren; und schließlich entfaltet sich das Verständnis für die höheren Chakren. Darüber hinaus ist das Verständnis verschiedener Asanas (Haltungen), Mudras (Gesten), Pranayama (Atemkontrolle), Pratyahara (Rückzug von Sinnesobjekten) und Jyoti Darshana (Vision des göttlichen Lichts) durch Erfahrung zugänglich. So entfaltet die Praxis des Yoga selbst das Wissen über fortgeschrittenere Zustände des Yoga.
