Unter welchem Namen oder welcher Form wir auch immer Ihn anbeten, Er führt uns zur Erkenntnis des namenlosen, formlosen Absoluten. Doch um das wahre Selbst im Absoluten zu sehen, in Ihm zu versinken und eins zu werden mit „Ihm“—das ist die wahre Erkenntnis der Wahrheit.
Für jene, die ungehindertes Wissen vom Selbst erlangt haben, erscheint die Welt nur als eine Fessel, die Einbildung verursacht.
Nur die Erfahrung der Stille ist das wahre und vollkommene Wissen.
Du weißt, dass du nichts weißt. Finde heraus, was dieses Wissen ist.
Jnana wird weder von außen noch von einer anderen Person gegeben. Es kann von jedem und jeder im eigenen Herzen verwirklicht werden. Der Jnana-Guru eines jeden ist nur das Höchste Selbst, das stets seine eigene Wahrheit in jedem Herzen offenbart – durch das Sein-Gewahrsein „Ich bin, ich bin“. Die Gabe wahren Wissens durch ihn ist Initiation in Jnana. Die Gnade des Gurus ist nur dieses Selbstgewahrsein, das deine wahre Natur ist. Es ist das innere Bewusstsein, durch das er sein Dasein unaufhörlich offenbart. Diese göttliche Upadesa geschieht in jedem Menschen stets von selbst.
Die tief Gelehrten erkennen den Geist als unmittelbar ausgesagten Sinn des höchsten Wissens. Das Herz ist der Sinn, auf den es zielt. Das Höchste ist nichts anderes als das Herz.
Jedes lebende Wesen sehnt sich immer nach Glück – unbefleckt vom Leid. Und jeder hat die größte Liebe zu sich selbst, allein weil Glück seine wahre Natur ist. Um dieses innewohnende, unbefleckte Glück zu verwirklichen, das er tatsächlich täglich erfährt, wenn der Geist in tiefem Schlaf gebändigt ist, ist es wesentlich, dass er sich selbst erkennt. Für das Erlangen dieses Wissens ist die Untersuchung „Wer bin ich?“ auf der Suche nach dem Selbst das beste Mittel.
Lass Wissen sich am Zeichen der Gleichheit zu allen Wesen zeigen.
Die Sammlung des Geistes ist in gewisser Weise beiden gemeinsam: Wissen und Yoga. Yoga zielt auf die Vereinigung des Einzelnen mit dem Universellen, mit der Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit kann nicht neu sein. Sie muss schon jetzt existieren—und sie existiert.
Zeit ist nur eine Idee. Es gibt nur die Wirklichkeit. Was du auch denkst, dass sie ist, so sieht sie aus. Wenn du sie Zeit nennst, ist es Zeit. Wenn du sie Existenz nennst, ist es Existenz—und so weiter. Nachdem du sie Zeit genannt hast, teilst du sie in Tage und Nächte, Monate, Jahre, Stunden, Minuten usw. Zeit ist für den Pfad des Wissens unwesentlich.
Sinneswahrnehmungen können nur indirektes Wissen sein, nicht direktes Wissen. Nur das eigene Gewahrsein ist direktes Wissen.
Der Zustand, in dem man das Bewusstsein nicht vergisst, ist Hingabe—die Beziehung zu einer unvergänglichen, wahren Liebe. Denn das wahre Wissen vom Selbst, das selbst als ungeteilte höchste Seligkeit aufleuchtet, strömt als Natur der Liebe auf. Liebe selbst ist die eigentliche Gestalt Gottes. Das ist reine Seligkeit. Nenne es reine Seligkeit, Gott, Selbst—oder wie du willst. Das ist Hingabe, das ist Verwirklichung und das ist alles.
Fast die gesamte Menschheit ist mehr oder weniger unglücklich, weil fast alle das wahre Selbst nicht kennen. Wahres Glück wohnt allein im Selbstwissen. Alles andere ist vergänglich. Wer sein Selbst erkennt, ist immer selig.
Ohne den Kenner zu kennen, kann das gesamte Wissen, das man sammelt, nicht gültig sein.