Ramana Maharshi Zitate
Unter welchem Namen oder welcher Form wir auch immer Ihn anbeten, Er führt uns zur Erkenntnis des namenlosen, formlosen Absoluten. Doch um das wahre Selbst im Absoluten zu sehen, in Ihm zu versinken und eins zu werden mit „Ihm“—das ist die wahre Erkenntnis der Wahrheit.
Die Quelle des Egos ist Gott.
Der Geist, der über ein einziges Objekt meditiert, wird einpunktig. Und die Einpunktigkeit des Geistes führt zum Verweilen im Selbst. Wahre Verwirklichung heißt: völlig bewusst sein—sich der Umgebung und der Menschen um dich herum gewahr sein—unter ihnen weilen, aber das Bewusstsein nicht mit der Umwelt verschmelzen. Man soll in innerer, unabhängiger Wachheit bleiben.
Was dazu bestimmt ist, nicht zu geschehen, wird nicht geschehen – wie sehr du dich auch bemühst. Was dazu bestimmt ist, zu geschehen, wird geschehen – was du auch tust, um es zu verhindern. Das ist gewiss. Der beste Weg ist daher: still zu sein.
Woher entsteht dieses „Ich“? Suche danach in dir selbst; dann verschwindet es. Das ist die Suche nach Weisheit. Wenn der Geist unaufhörlich seine eigene Natur untersucht, zeigt sich: Es gibt keinen Geist. Das ist der direkte Weg für alle. Der Geist ist nur Gedanken. Von allen Gedanken ist der Gedanke „Ich“ die Wurzel.
Niemand zweifelt daran, dass er existiert—auch wenn man vielleicht an die Existenz Gottes zweifelt. Wenn er die Wahrheit über sich selbst herausfindet und seine eigene Quelle entdeckt, dann ist das alles, was nötig ist.
Das Selbst ist die eine Wirklichkeit, die immer existiert. Und durch das Licht des Selbst werden alle anderen Dinge gesehen.
Der Suchende selbst wird zum Erkennenden. Das, was erkannt werden soll, ist bereits da. Es gibt nichts, das man völlig neu erkennen müsste. Außerdem gibt es nicht zwei Dinge. Es gibt nur den Seher, den Erkennenden.
Das „Ich“ wirft die Illusion des „Ich“ ab und bleibt dennoch „Ich“. Das ist das Paradox der Selbsterkenntnis. Die Erleuchteten sehen darin kein Paradox. Betrachte den Fall des Verehrers: Er tritt zu Gott hin und betet darum, in Ihm aufgegangen zu werden. Dann übergibt er sich im Glauben und durch Sammlung. Und was bleibt danach? Anstelle des ursprünglichen „Ich“ lässt die Selbsthingabe einen Rest Gottes zurück, in dem das „Ich“ verloren geht. Das ist die höchste Form von Hingabe oder Selbstübergabe und der Gipfel der Loslösung.
Bewusstheit ist in der Tat immer bei uns. Jeder kennt „Ich bin!“ Niemand kann sein eigenes Sein leugnen.
Wenn man beobachtet, woher die Vorstellung „Ich“ entsteht, wird der Geist dort hineingezogen – das ist Tapas. Wenn man ein Mantra wiederholt und beobachtet, woher der Klang dieses Mantras entsteht, wird der Geist dort hineingezogen – auch das ist Tapas.
Wer den Herrn im Tempel, im lebendigen Leib, sieht, indem er Ihn in sich sucht, kann allein Ihn, den Unendlichen, im Tempel des Universums sehen—und ist dabei zum Endlosen Auge geworden.
Selbst im Anfang gilt ein standhafter Gedanke als natürlicher Zustand. Nirvikalpa-Samadhi entsteht, wenn die Sinnesobjekte nicht gegenwärtig sind.
Eine nicht-erwachte Person sieht nur ihren Geist – und der ist lediglich ein Spiegelbild des Lichts des reinen Bewusstseins, das aus dem Herzen aufsteigt.
Frieden kann nur dort herrschen, wo es keine Störung gibt—und Störung entsteht durch Gedanken, die im Geist aufsteigen.
Der Weise hat keinen denkenden Geist—darum gibt es für ihn keine „anderen“.
Glück ist deine wahre Natur. Du identifizierst dich mit dir selbst als Körper und Geist, spürst ihre Grenzen und leidest. Erkenne dein wahres Selbst, um den Schatz des Glücks zu öffnen. Dieses wahre Selbst ist die Wirklichkeit, die Höchste Wahrheit—das Selbst aller Welten, die du jetzt siehst, das Selbst aller Selbst, das Eine Reale, das Höchste, das Ewige Selbst—im Unterschied zum Ego oder zur körperlichen Vorstellung vom Selbst.
Der Geist ist nur ein schwaches Abbild des strahlenden Herzens.
Das ist das Ego, das periodisch aufsteigt und wieder sinkt. Doch du existierst immer. Was jenseits des Egos liegt, ist Bewusstsein—das Selbst.
Deine Aufgabe ist: zu sein—und nicht, dies oder jenes zu sein.
Für jene, die ungehindertes Wissen vom Selbst erlangt haben, erscheint die Welt nur als eine Fessel, die Einbildung verursacht.
Die Welt ist so unglücklich, weil sie das wahre Selbst nicht kennt. Die wahre Natur des Menschen ist Glück. Glück ist im wahren Selbst angelegt. Der Mensch sucht nach Glück—unbewusst—nach seinem wahren Selbst. Das wahre Selbst ist unvergänglich; darum, wenn ein Mensch es findet, findet er ein Glück, das kein Ende kennt.
Meditation hängt von der Kraft des Geistes ab. Sie muss unaufhörlich sein, auch wenn man mit Arbeit beschäftigt ist. Eine bestimmte Zeit dafür ist für Anfänger gedacht.
Glück ist nicht in der Einsamkeit oder in geschäftigen Zentren zu suchen. Es ist im Selbst.
Meditation hilft, den Geist zu konzentrieren. Dann ist der Geist frei von Gedanken und befindet sich in der meditierten Form.
