Ramana Maharshi Zitate uber die Natur
Woher entsteht dieses „Ich“? Suche danach in dir selbst; dann verschwindet es. Das ist die Suche nach Weisheit. Wenn der Geist unaufhörlich seine eigene Natur untersucht, zeigt sich: Es gibt keinen Geist. Das ist der direkte Weg für alle. Der Geist ist nur Gedanken. Von allen Gedanken ist der Gedanke „Ich“ die Wurzel.
Glück ist deine wahre Natur. Du identifizierst dich mit dir selbst als Körper und Geist, spürst ihre Grenzen und leidest. Erkenne dein wahres Selbst, um den Schatz des Glücks zu öffnen. Dieses wahre Selbst ist die Wirklichkeit, die Höchste Wahrheit—das Selbst aller Welten, die du jetzt siehst, das Selbst aller Selbst, das Eine Reale, das Höchste, das Ewige Selbst—im Unterschied zum Ego oder zur körperlichen Vorstellung vom Selbst.
Die Welt ist so unglücklich, weil sie das wahre Selbst nicht kennt. Die wahre Natur des Menschen ist Glück. Glück ist im wahren Selbst angelegt. Der Mensch sucht nach Glück—unbewusst—nach seinem wahren Selbst. Das wahre Selbst ist unvergänglich; darum, wenn ein Mensch es findet, findet er ein Glück, das kein Ende kennt.
Jnana wird weder von außen noch von einer anderen Person gegeben. Es kann von jedem und jeder im eigenen Herzen verwirklicht werden. Der Jnana-Guru eines jeden ist nur das Höchste Selbst, das stets seine eigene Wahrheit in jedem Herzen offenbart – durch das Sein-Gewahrsein „Ich bin, ich bin“. Die Gabe wahren Wissens durch ihn ist Initiation in Jnana. Die Gnade des Gurus ist nur dieses Selbstgewahrsein, das deine wahre Natur ist. Es ist das innere Bewusstsein, durch das er sein Dasein unaufhörlich offenbart. Diese göttliche Upadesa geschieht in jedem Menschen stets von selbst.
Frieden ist die innere Natur der Menschheit. Wenn du ihn in dir findest, wirst du ihn überall finden.
Jedes lebende Wesen sehnt sich immer nach Glück – unbefleckt vom Leid. Und jeder hat die größte Liebe zu sich selbst, allein weil Glück seine wahre Natur ist. Um dieses innewohnende, unbefleckte Glück zu verwirklichen, das er tatsächlich täglich erfährt, wenn der Geist in tiefem Schlaf gebändigt ist, ist es wesentlich, dass er sich selbst erkennt. Für das Erlangen dieses Wissens ist die Untersuchung „Wer bin ich?“ auf der Suche nach dem Selbst das beste Mittel.
Die Vergessenheit deiner wahren Natur ist der wahre Tod; die Erinnerung daran ist Wiedergeburt.
Vergnügen und Schmerz sind nur Aspekte des Geistes. Unsere wesentliche Natur ist Glückseligkeit.
Du setzt Grenzen auf deine wahre Natur als unendliches Sein. Dann bist du unzufrieden, nur ein begrenztes Geschöpf zu sein. Dann beginnst du spirituelle Übungen, um diese nicht existierenden Grenzen zu überschreiten. Aber wenn deine Übung selbst das Bestehen dieser Grenzen voraussetzt – wie könnte sie dir dann erlauben, sie zu überwinden?
Wie wird man den Geist los? Ist es der Geist, der sich selbst töten will? Der Geist kann sich nicht selbst töten. Also ist deine Aufgabe, die wahre Natur des Geistes zu finden. Dann wirst du wissen: Es gibt keinen Geist. Wenn man das Selbst sucht, ist der Geist nirgends. Im Selbst zu verweilen, muss man sich keine Sorgen um den Geist machen.
Der Zustand, in dem man das Bewusstsein nicht vergisst, ist Hingabe—die Beziehung zu einer unvergänglichen, wahren Liebe. Denn das wahre Wissen vom Selbst, das selbst als ungeteilte höchste Seligkeit aufleuchtet, strömt als Natur der Liebe auf. Liebe selbst ist die eigentliche Gestalt Gottes. Das ist reine Seligkeit. Nenne es reine Seligkeit, Gott, Selbst—oder wie du willst. Das ist Hingabe, das ist Verwirklichung und das ist alles.
Verwirklichung ist unsere Natur. Es ist nichts Neues, das man erst gewinnen müsste. Was neu ist, kann nicht ewig sein. Darum gibt es keinen Grund zu zweifeln, wenn man das Selbst verliert oder gewinnt.
Schon allein der Wunsch nach Befreiung zeigt, dass Freiheit von allen Fesseln unsere wahre Natur ist. Sie muss nicht erst frisch erworben werden. Alles, was nötig ist, ist, die falsche Vorstellung abzulegen, wir seien gebunden.
Halte die Erinnerung an deine wahre Natur lebendig – selbst während du arbeitest – und vermeide Hast, die dich vergessen lässt. Sei bedacht. Übe Meditation, um den Geist zu stillen und ihn seiner wahren Beziehung zum Selbst bewusst zu machen, das ihn trägt. Stell dir nicht vor, dass du die Arbeit tust. Denke: Es ist der zugrunde liegende Strom, der es tut. Identifiziere dich mit dem Strom.
Wenn deine wahre, mühelose, freudige und dankbare Natur verwirklicht ist, wird sie nicht im Widerspruch zu den gewöhnlichen Tätigkeiten des Lebens stehen.
Deine wahre Natur ist unendlicher Geist. Das Gefühl der Begrenzung ist das Werk des Geistes.
Glück ist deine Natur. Es ist nicht falsch, es zu begehren. Falsch ist, es außerhalb zu suchen, wenn es in dir ist.
