Ramana Maharshi Zitate uber das Ego
Die Quelle des Egos ist Gott.
Glück ist deine wahre Natur. Du identifizierst dich mit dir selbst als Körper und Geist, spürst ihre Grenzen und leidest. Erkenne dein wahres Selbst, um den Schatz des Glücks zu öffnen. Dieses wahre Selbst ist die Wirklichkeit, die Höchste Wahrheit—das Selbst aller Welten, die du jetzt siehst, das Selbst aller Selbst, das Eine Reale, das Höchste, das Ewige Selbst—im Unterschied zum Ego oder zur körperlichen Vorstellung vom Selbst.
Das ist das Ego, das periodisch aufsteigt und wieder sinkt. Doch du existierst immer. Was jenseits des Egos liegt, ist Bewusstsein—das Selbst.
Alle Unzufriedenheit kommt vom Ego. Mit ihm kommt all dein Kummer. Wenn du das Ego verleugnest und es durch Ignorieren versengst, wirst du frei.
Wenn das Ego aufsteigt, steigt alles andere auch auf; wenn es sich zurückzieht, zieht sich alles andere auch zurück.
Der Feind hasst das Ego, das der Suchende töten will; so ist er—wie der Amboss für den Goldschmied—tatsächlich ein Freund.
Das phänomenale Dasein des Ego wird überschritten, wenn du in die Quelle hinabsteigst, aus der der „Ich“-Gedanke aufsteigt.
Je mehr du eine Pflanze beschneidest, desto mehr wächst sie. Ebenso: Je mehr du versuchst, das Ego zu vernichten, desto mehr wird es sich vermehren. Du solltest die Wurzel des Egos suchen und sie zerstören.
Indem man die Aufmerksamkeit beständig auf die Quelle richtet, löst sich das Ego in dieser Quelle auf – wie eine Salzpuppe im Meer.
Seligkeit ist nichts, das man sich holen muss. Du bist immer Seligkeit. Dieses Verlangen [nach Seligkeit] entsteht aus dem Gefühl von Unvollständigkeit. Wem gehört dieses Gefühl von Unvollständigkeit? Erforsche es. Im Tiefschlaf warst du selig. Jetzt bist du es nicht mehr. Was hat sich zwischen diese Seligkeit und diese Nicht-Seligkeit geschoben? Es ist das Ego. Suche seine Quelle – und du wirst finden: Du bist Seligkeit.
Sieh, wer der Zweifler ist, wer der Denker. Es ist das Ego. Halte es fest; die anderen Gedanken werden absterben – das Ego bleibt rein. Sieh die Quelle, aus der das Ego entsteht, und bleibe in ihr. Das ist reines Bewusstsein.
Nur das Selbst allein existiert. Wenn du versuchst, das Ego nachzuzeichnen—die Grundlage der Wahrnehmung der Welt und von allem anderen—dann findest du: Das Ego existiert überhaupt nicht. Und ebenso existiert diese ganze Schöpfung, die du siehst, nicht.
Das nach innen gewendete Denken ist das Selbst; nach außen gewendet wird es zum Ego und zur ganzen Welt. Baumwolle, zu verschiedenen Kleidern geformt, nennen wir mit verschiedenen Namen. Gold, zu verschiedenen Schmuckstücken geformt, nennen wir mit verschiedenen Namen. Doch alle Kleider sind Baumwolle, und alle Schmuckstücke sind Gold. Das eine ist wirklich; das Viele sind nur Namen und Formen.
Wie wird man die Angst los? Ramana: Was ist Angst? Sie ist nur ein Gedanke. Wenn es neben dem Selbst noch etwas gäbe, gäbe es Grund zur Angst. Wer sieht Dinge getrennt vom Selbst? Zuerst entsteht das Ego und sieht Objekte als äußerlich. Wenn das Ego nicht aufsteigt, existiert nur das Selbst—und es gibt nichts Äußerliches. Alles, was außerhalb von dir ist, setzt den Seher in dir voraus. Wenn du ihn dort suchst, verschwinden Zweifel und Angst. Nicht nur Angst—alle anderen Gedanken, die um das Ego kreisen, verschwinden mit ihm.
Entferne das Ego – und Avidya (Unwissenheit) ist fort. Suche danach: Das Ego verschwindet, und nur das wahre Selbst bleibt.
Es muss ein Gegenstand geben, um das Gute und das Böse zu erkennen. Dieser Gegenstand ist das Ego.
Wirklichkeit ist schlicht der Verlust des Egos. Zerstöre das Ego, indem du nach seiner Identität suchst. Da das Ego keine Entität ist, wird es automatisch verschwinden, und die Wirklichkeit wird von selbst aufleuchten.
Beachte das Ego und seine Tätigkeiten nicht; sieh nur das Licht dahinter.
Alle schlechten Eigenschaften kreisen um das Ego. Wenn das Ego verschwunden ist, geschieht die Verwirklichung von selbst. Im Selbst gibt es weder gute noch schlechte Eigenschaften. Das Selbst ist frei von allen Eigenschaften. Eigenschaften betreffen nur den Geist.
Gott wohnt in dir – als du. Du musst nichts „tun“, um Gott-Erkenntnis oder Selbst-Erkenntnis zu erlangen; es ist bereits dein wahrer und natürlicher Zustand. Lass einfach alles Suchen los, richte deine Aufmerksamkeit nach innen und opfere dein Ego-Gemüt dem Einen Selbst, das im Herzen deines eigenen Wesens strahlt. Damit es deine gegenwärtig gelebte Erfahrung wird, ist Selbst-Erforschungs-Meditation ein direkter und unmittelbarer Weg.
Wenn es außer dem Selbst irgendetwas gäbe, gäbe es dann Grund zur Furcht? Wer sieht das Zweite? Zuerst entsteht das Ego und sieht die Dinge als äußerlich. Wenn das Ego nicht aufsteigt, existiert nur das Selbst – und es gibt kein Zweites.
