Ramana Maharshi Zitate uber die Existenz
Niemand zweifelt daran, dass er existiert—auch wenn man vielleicht an die Existenz Gottes zweifelt. Wenn er die Wahrheit über sich selbst herausfindet und seine eigene Quelle entdeckt, dann ist das alles, was nötig ist.
Jnana wird weder von außen noch von einer anderen Person gegeben. Es kann von jedem und jeder im eigenen Herzen verwirklicht werden. Der Jnana-Guru eines jeden ist nur das Höchste Selbst, das stets seine eigene Wahrheit in jedem Herzen offenbart – durch das Sein-Gewahrsein „Ich bin, ich bin“. Die Gabe wahren Wissens durch ihn ist Initiation in Jnana. Die Gnade des Gurus ist nur dieses Selbstgewahrsein, das deine wahre Natur ist. Es ist das innere Bewusstsein, durch das er sein Dasein unaufhörlich offenbart. Diese göttliche Upadesa geschieht in jedem Menschen stets von selbst.
Das phänomenale Dasein des Ego wird überschritten, wenn du in die Quelle hinabsteigst, aus der der „Ich“-Gedanke aufsteigt.
Zeit ist nur eine Idee. Es gibt nur die Wirklichkeit. Was du auch denkst, dass sie ist, so sieht sie aus. Wenn du sie Zeit nennst, ist es Zeit. Wenn du sie Existenz nennst, ist es Existenz—und so weiter. Nachdem du sie Zeit genannt hast, teilst du sie in Tage und Nächte, Monate, Jahre, Stunden, Minuten usw. Zeit ist für den Pfad des Wissens unwesentlich.
Das Dasein Isvaras folgt unserer Vorstellung von Isvara. Lasst uns zuerst wissen, wessen Vorstellung Er ist. Die Vorstellung kann nur so sein, wie derjenige sie sich vorstellt. Finde heraus, wer du bist – und das andere Problem löst sich von selbst.
Du setzt Grenzen auf deine wahre Natur als unendliches Sein. Dann bist du unzufrieden, nur ein begrenztes Geschöpf zu sein. Dann beginnst du spirituelle Übungen, um diese nicht existierenden Grenzen zu überschreiten. Aber wenn deine Übung selbst das Bestehen dieser Grenzen voraussetzt – wie könnte sie dir dann erlauben, sie zu überwinden?
Wie wird man die Angst los? Ramana: Was ist Angst? Sie ist nur ein Gedanke. Wenn es neben dem Selbst noch etwas gäbe, gäbe es Grund zur Angst. Wer sieht Dinge getrennt vom Selbst? Zuerst entsteht das Ego und sieht Objekte als äußerlich. Wenn das Ego nicht aufsteigt, existiert nur das Selbst—und es gibt nichts Äußerliches. Alles, was außerhalb von dir ist, setzt den Seher in dir voraus. Wenn du ihn dort suchst, verschwinden Zweifel und Angst. Nicht nur Angst—alle anderen Gedanken, die um das Ego kreisen, verschwinden mit ihm.
Gnade ist in dir. Gnade ist dein Selbst. Gnade ist nichts, das man von anderen erwerben müsste. Wenn sie äußerlich ist, ist sie nutzlos. Alles, was nötig ist, ist zu wissen, dass sie in dir existiert. Du bist nie außerhalb ihrer Wirksamkeit.
