Wo immer du Angst hast, versuche es zu erforschen—und du wirst irgendwo den Tod versteckt finden. Jede Angst ist Angst vor dem Tod. Der Tod ist die einzige Quelle der Angst.
Wenn du empfindlicher wirst für Schönheit, für Poesie, dann heißt das: deine Liebe ist aufgeblüht. Und all die Energie, die durch Angst, Zorn und Hass übrig geblieben ist, wird von deiner Liebe übernommen—von deiner Sensibilität, deiner Barmherzigkeit, deiner Kreativität. Das ist die ganze Alchemie, unedle Metalle in Gold zu verwandeln.
Noch ein wichtiger Punkt: Wenn du irgendetwas beobachtest—Furcht, Zorn, Hass—dann verschwinden sie. Und in dir bleibt eine gewaltige Menge Energie, die du für Kreativität nutzen kannst. Du wirst sie brauchen: Die Leckstellen sind verschwunden; du wirst überfließen vor Energie. Aber wenn du deine Liebe beobachtest, dein Mitgefühl, deine Güte, deine Demut—dann verschwinden sie nicht. Sie haben ebenfalls eine gewaltige Energie; und je mehr du sie beobachtest, desto stärker werden sie in dir. Sie werden dich überwältigen, dich überragen.
Meditation ist nichts anderes als die Anstrengung, alle fremden Elemente fallen zu lassen, damit du dich siehst, wie du warst, bevor du geboren wurdest—spiegelbildlich in deiner Reinheit. Es ist eine große Stille und eine große Freude, dort zu sein. Und wenn du einmal dort verweilst, gibt es keinen Tod und keine Zeit. Alle Angst, alle Gier, all der Zorn verschwinden: Man ist einfach da—ohne Idee, ohne Verlangen.