Alan Watts Zitate uber die Angst
Der Körper scheidet keine Gifte aus, indem er ihre Namen kennt. Zu versuchen, Angst, Depression oder Langeweile zu kontrollieren, indem man sie beim Namen nennt, ist Aberglaube—Vertrauen in Flüche und Beschwörungen. Es ist so leicht zu sehen, warum das nicht funktioniert. Offensichtlich versuchen wir, Angst zu kennen, zu benennen und zu definieren, um sie „objektiv“ zu machen.
Indem wir die Angst vor dem Unbekannten durch Neugier ersetzen, öffnen wir uns für einen unendlichen Strom von Möglichkeiten. Wir können zulassen, dass Angst unser Leben regiert—oder wir werden kindlich in unserer Neugier, erweitern unsere Grenzen, springen aus unserer Komfortzone heraus und nehmen an, was das Leben uns entgegenbringt.
Aus Schuld, Angst oder der Leere des Herzens wird weder Arbeit noch Liebe gedeihen; ebenso können keine gültigen Pläne für die Zukunft von denen gemacht werden, die keine Fähigkeit haben, im Jetzt zu leben.
Angst ist die Furcht, dass eines von zwei Gegensätzen den anderen aufheben könnte – für immer.
Vor der Angst weglaufen ist Angst; Schmerz bekämpfen ist Schmerz; versuchen, mutig zu sein, ist sich fürchten.
Ich kannte einen Physiker an der University of Chicago, der ziemlich verrückt war wie manche Wissenschaftler. Die Idee von der Unfestigkeit, der Instabilität der physischen Welt beeindruckte ihn so sehr, dass er ständig in riesigen, gepolsterten Hausschuhen herumging, aus Angst, durch den Boden zu fallen.
Um standhaft zu bleiben, verzichte darauf, zu versuchen, dich von einem Schmerz zu trennen, von dem du weißt, dass du es nicht kannst. Vor Angst davonlaufen ist Angst. Den Schmerz bekämpfen ist Schmerz. Versuchen, tapfer zu sein, ist Angst. Wenn der Geist im Schmerz ist, ist der Geist Schmerz. Der Denker hat keine andere Gestalt als seinen Gedanken. Es gibt keinen Ausweg.
Die Halluzination der Getrenntheit verhindert, zu sehen, dass es Elend bedeutet, das Ego zu hegen. Wir merken nicht, dass unsere angebliche Liebe und Sorge für das Individuum einfach die andere Seite unserer Angst vor dem Tod oder vor Zurückweisung ist. In seiner übertriebenen Wertschätzung einer getrennten Identität sägt das persönliche Ego den Ast ab, auf dem es sitzt – und wird dann immer ängstlicher wegen des kommenden Zusammenbruchs!
Wenn du Angst vor dem Tod hast, dann hab Angst. Der Punkt ist, dich mit ihm zu verbinden – ihn übernehmen zu lassen: Furcht, Gespenster, Schmerzen, Vergänglichkeit, Auflösung und alles. Und dann kommt die bisher unglaublich überraschende Erkenntnis: Du stirbst nicht, weil du nie geboren wurdest. Du hattest nur vergessen, wer du bist.
