Alan Watts Zitate uber die Energie
Zen ist wirklich außerordentlich einfach—solange man nicht versucht, dabei niedlich zu sein oder um den heißen Brei herumzureden! Zen ist einfach das Empfinden und das klare Verstehen… dass hinter der Vielheit der Ereignisse und Geschöpfe in diesem Universum nur eine einzige Energie steht—und dass sie sich als du zeigt und dass alles sie ist. Die Praxis des Zen besteht darin, diese eine Energie zu verstehen, sodass man sie „in den Knochen spürt“.
Was tun Pflanzen? Worum geht es bei Pflanzen? Aus ihrer Sicht? Sie dienen den Menschen, indem sie dekorativ sind. Aber was ist es aus ihrer eigenen Perspektive? Sie verbrauchen Luft; sie verbrauchen Energie. Im Grunde tun sie nichts weiter, als ornamental zu sein. Und doch – da ist diese ganze Welt des Gemüses: Kakteen, Bäume, Rosen, Tulpen und essbares Gemüse wie Kohl, Sellerie, Salat – sie alle vollführen diesen Tanz.
Im Grunde gibt es einfach nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste—denn du selbst bist die ewige Energie des Universums.
Im Leben wie in der Kunst verschwendet Zen niemals Energie damit, zu erklären; es weist nur hin.
Genuss ist eine Kunst und eine Fähigkeit, für die wir wenig Talent oder Energie haben… deine ganze Erziehung hat dir diese Fähigkeit genommen, weil sie dich auf die Zukunft vorbereitete, statt dir zu zeigen, wie man jetzt lebendig ist.
Du selbst bist die ewige Energie, die als dieses Universum erscheint. Du bist nicht in diese Welt gekommen; du bist aus ihr hervorgegangen. Wie eine Welle aus dem Ozean.
Also ist die ganze Idee, siehst du, dass alles auseinanderfällt—also versuche nicht, es aufzuhalten. Wenn du von einer Klippe fällst, nützt es dir nichts, dich an einen Felsen zu klammern, der mit dir fällt. Verstehst du? Aber genau das tun wir. Und so verschwenden wir wieder unsere ganze Energie damit, zu verhindern, dass die Welt auseinanderfällt. Tu das nicht. Dann kannst du etwas Interessantes mit der freien Energie tun.
So haben wir bodenständigen, mutigen, harten, realistischen und praktischen Leute nur Milliarden Dollar und unvorstellbare Mengen an Energie, Nervenarbeit und Material vergeudet, um—wie Astronomen es schon vorher wussten—zum Mond zu schwirren und zu entdecken, dass er nur ein trostloser Schlackehaufen ist. Das ist die wahre, ursprüngliche und wissenschaftlich-ethymologische Bedeutung, „Lunatiker“ zu sein. Nach dem Mond schreien.
Es ist Zeit, einen Job- oder Karrierewechsel zu hinterfragen, wenn es so wirkt, als würde die meiste Energie darauf verwendet, Dinge so erscheinen zu lassen, als wären sie anders als sie wirklich sind.
