Alan Watts

Alan Watts

Dolmetscher östlicher Philosophien.

Ein britischer Schriftsteller und Sprecher, bekannt für seine Interpretationen östlicher Philosophie für ein westliches Publikum. Seine Werke über Themen wie Zen-Buddhismus und Taoismus haben viele in das östliche Denken eingeführt.

Alan Watts Zitate uber die Wahrheit

  • Glaube, so wie ich das hier verwende, ist das Beharren darauf, dass die Wahrheit so sein soll, wie man sie „lief“ oder wünscht. Der Gläubige öffnet seinen Geist für die Wahrheit – unter der Bedingung, dass sie zu seinen vorgefassten Vorstellungen und Wünschen passt. Der Glaube hingegen ist eine vorbehaltlose Öffnung des Geistes für die Wahrheit, ganz gleich, was sie sich zeigt. Der Glaube hat keine Vorannahmen; er ist ein Sprung ins Unbekannte. Der Glaube klammert sich fest – aber der Glaube lässt los.
  • Wie die Liebe: Das Licht oder die Führung der Wahrheit, die uns beeinflusst, existiert nur in lebendiger Form – nicht in Prinzipien oder Regeln oder Erwartungen oder Ratschlägen, so weit verbreitet sie auch sein mögen.
  • Ein Paradox ist nur eine Wahrheit, die auf den Kopf gestellt ist, um Aufmerksamkeit zu erregen.
  • Der Unterschied zwischen einem Baby und einem Erwachsenen ist: Das Baby glaubt an alles, während der Erwachsene an allem zweifelt. Babys sagen auch nur die Wahrheit, bis sie lernen, was eine Lüge ist.
  • Die Wahrheit wird sichtbar, indem man alles entfernt, was ihr Licht verdeckt—eine Kunst, die der Bildhauerei ähnlich ist: Der Künstler schafft nicht durch Aufbau, sondern indem er wegmeißelt.
  • Wenn du das Gefühl hast, du seist ein einsamer, benachteiligter, isolierter kleiner Fremder, der all dem gegenübersteht, dann stehst du unter dem Einfluss eines trügerischen Gefühls—denn die Wahrheit ist genau das Gegenteil. Du bist das ganze Werk, alles, was ist, und immer war, und immer sein wird.
  • Denn wir haben nie wirklich verstanden, was darunter revolutionär ist: die unglaubliche Wahrheit, dass das, was Religion die „Gottesvision“ nennt, darin gefunden wird, dass man jede Vorstellung von Gott aufgibt.
  • Doch die Haltung des Glaubens ist: loslassen und offen werden für die Wahrheit – wie sie auch immer sich zeigen mag.
  • Gedanke ist ein Mittel, um die Wahrheit zu verhüllen.