Bodhidharma Zitate uber die Realität
Nicht an irgendetwas zu denken, ist Zen. Wenn du das einmal weißt, ist Gehen, Stehen, Sitzen oder Liegen—alles, was du tust—Zen. Zu wissen, dass der Geist leer ist, heißt: den Buddha sehen… Den Geist auf die Wirklichkeit anwenden, ist Verblendung. Den Geist nicht benutzen, um nach Wirklichkeit zu suchen, ist Gewahrsein. Sich von Worten zu befreien, ist Befreiung.
Wenn du deinen Geist benutzt, um die Wirklichkeit zu studieren, wirst du weder deinen Geist noch die Wirklichkeit verstehen. Wenn du die Wirklichkeit studierst, ohne deinen Geist zu benutzen, wirst du beides verstehen.
Wenn du es nicht verstehst, bist du von der Wirklichkeit abhängig. Wenn du es verstehst, hängt die Wirklichkeit von dir ab.
Wenn du deinen Geist benutzt, um die Wirklichkeit zu studieren, wirst du weder deinen Geist noch die Wirklichkeit verstehen. Wenn du die Wirklichkeit studierst, ohne den Geist zu benutzen, wirst du beides verstehen… Geist und Welt sind Gegensätze, und das Sehen entsteht dort, wo sie sich begegnen. Wenn dein Geist sich innen nicht regt, entsteht die Welt außen nicht. Wenn Welt und Geist beide durchsichtig sind, ist das wahres Sehen. Und solches Verstehen ist wahres Verstehen.
Die Wirklichkeit hat keinen Innen-, Außen- oder Mittelteil.
Man klammert sich an das Leben, obwohl es nichts gibt, das man Leben nennen könnte; ein anderer klammert sich an den Tod, obwohl es nichts gibt, das man Tod nennen könnte. In Wahrheit gibt es nichts, was geboren würde; folglich gibt es auch nichts, was vergehen könnte.
