Bodhidharma Zitate uber Karma
Um den Buddha zu finden, musst du deine Natur sehen. Wer seine Natur sieht, ist ein Buddha. Wenn du deine Natur nicht siehst, sind das Herbeirufen von Buddhas, das Rezitieren von Sutras, das Darbringen von Gaben und das Befolgen von Gelübden alles nutzlos. Das Herbeirufen von Buddhas bringt gutes Karma, das Rezitieren von Sutras bringt gutes Gedächtnis, das Befolgen von Gelübden bringt eine gute Wiedergeburt, und das Darbringen von Gaben bringt zukünftige Segnungen—aber keinen Buddha.
Wenn du deine Natur nicht siehst, solltest du nicht umhergehen und die Güte anderer kritisieren. Es bringt keinen Vorteil, sich selbst zu täuschen. Gut und schlecht sind klar unterschieden. Ursache und Wirkung sind deutlich. Doch Narren glauben nicht—und stürzen geradewegs in eine Hölle endloser Dunkelheit, ohne es einmal zu merken. Was sie am Glauben hindert, ist die Schwere ihres Karmas. Sie sind wie Blinde, die nicht glauben, dass es so etwas wie Licht gibt. Selbst wenn du es ihnen erklärst, glauben sie nicht—denn sie sind blind. Wie könnten sie Licht unterscheiden?
Andere begehen allerlei böse Taten und behaupten, Karma gäbe es nicht. Sie irren sich, wenn sie meinen, da alles leer sei, sei es nicht falsch, Böses zu tun. Solche Menschen fallen in eine Hölle endloser Dunkelheit ohne Hoffnung auf Befreiung. Die Weisen haben diese Vorstellung nicht.
Unabhängig davon, was wir tun, hat unser Karma keine Macht über uns.
Um vom Sterblichen zum Buddha zu gelangen, musst du Karma beenden, deine Achtsamkeit nähren und annehmen, was das Leben bringt.
Ein Buddha ist jemand, der Freiheit findet in gutem und in schlechtem Geschick. So groß ist seine Kraft, dass Karma ihn nicht festhalten kann. Ganz gleich, welche Art von Karma: Ein Buddha verwandelt es. Himmel und Hölle bedeuten ihm nichts. Doch das Bewusstsein eines Sterblichen ist im Vergleich zu dem eines Buddha schwach – denn der Buddha dringt in alles ein, von innen und von außen.
