Der Augenblick, in dem ich mir bewusst werde, dass ich mir bewusst bin, bin ich nicht mehr bewusst. Bewusstheit bedeutet: Der Beobachter ist nicht.
Wir alle wollen berühmte Menschen sein, und sobald wir wollen, etwas zu sein, sind wir nicht mehr frei.
Es gibt kein Ende der Bildung. Es ist nicht so, dass du ein Buch liest, eine Prüfung bestehst und dann mit Bildung fertig bist. Das ganze Leben – vom Moment deiner Geburt bis zum Moment deines Todes – ist ein Prozess des Lernens.
Das Wirkliche ist nah. Du musst es nicht suchen. Und ein Mensch, der Wahrheit sucht, wird sie niemals finden. Die Wahrheit ist das, was ist – und das ist ihre Schönheit. Doch sobald du sie dir vorstellst, sobald du sie suchst, beginnst du zu kämpfen. Und wer kämpft, kann nicht verstehen. Darum müssen wir still sein, aufmerksam, passiv gewahr.
Wo Liebe ist, gibt es Revolution—denn Liebe ist Verwandlung von Augenblick zu Augenblick.
Glück ist ein Zustand, dessen du dir nicht bewusst bist. Sobald du dir bewusst wirst, dass du glücklich bist, hörst du auf, glücklich zu sein.
Die Wirklichkeit der Wahrheit ist nicht zu kaufen, nicht zu verkaufen, nicht zu wiederholen. Man kann sie nicht in Büchern einfangen. Sie muss von Augenblick zu Augenblick gefunden werden: im Lächeln, in der Träne, unter dem toten Blatt, im umherirrenden Gedanken, in der Fülle der Liebe.
Lernen ist nicht das Ansammeln von Wissen. Lernen ist Bewegung von Augenblick zu Augenblick.
Solange du Fragen stellst, durchbrichst du; doch im selben Moment, in dem du anfängst zu akzeptieren, bist du psychologisch tot. Also akzeptiere im Verlauf des Lebens nichts—sondern frage, untersuche. Dann wirst du finden, dass dein Geist etwas wirklich Außergewöhnliches ist: Er hat kein Ende. Und für einen solchen Geist gibt es keinen Tod.
Ich weiß nicht, ob du je bemerkt hast: Je mehr du dich abmühst, um zu verstehen, desto weniger verstehst du irgendein Problem. Aber sobald du aufhörst zu kämpfen und das Problem dir die ganze Geschichte erzählen lässt – gib ihm seine ganze Bedeutung – dann ist da Verstehen. Und das heißt offensichtlich: Damit man versteht, muss der Geist still sein.
Du willst geliebt werden, weil du nicht liebst. Doch im selben Augenblick, in dem du liebst, ist es vorbei—du fragst nicht mehr, ob dich jemand liebt oder nicht.