Was die Suche nach der Wahrheit betrifft, ist 98% unseres Denkens wertloser Müll. Die verbleibenden 2% sind Abfall. Wirf alles weg und werde leer! Wahrheit lässt sich nicht allein vom Intellekt einfangen – Gnade ist nötig.
Ein körper ohne Krankheit, ein Atem ohne Zittern, ein Geist ohne Stress, ein Verstand ohne Hemmungen, ein Gedächtnis ohne Obsessionen, ein Ego, das alles einschließt, und eine Seele, die frei ist von Trauer – das ist das Erbe eines jeden Menschen.
Ein scheinheiliges und böses Freundsein ist mehr zu fürchten als ein unbeherrschbares Tier; ein unbeherrschbares Tier mag dich mit einem Bissen füttern, aber ein böser Freund stärkt mit einem Bissen deinen Verstand.
Nur Er allein weiß, wem Er sich in welcher Gestalt offenbaren wird. Welcher Pfad und auf welche Weise Er jeden bestimmten Menschen mit großer Kraft zu sich zieht, ist für den menschlichen Verstand unbegreiflich. Der Weg ist in der Tat für verschiedene Pilger verschieden.
Der menschliche Verstand hat in der Geschichte der Welt nichts Erhabeneres und Höheres zu begreifen vermocht als die Lehren der Upanishaden.
Der Geist muss dem Intellekt dienen, nicht den Sinnen. Er muss unterscheiden und sich vom Körper lösen. Wie die reife Tamarindenfrucht, die sich innerhalb der Schale löst, muss sie unverbunden mit dieser Schale sein – diesem Gehäuse, das man Körper nennt.
Über dem Denken steht der Verstand, der noch sucht: Er geht umher, schaut sich um, späht hier und dort aus, nimmt auf und lässt fallen. Doch über dem suchenden Verstand ist ein anderer Verstand, der nicht sucht, sondern in seinem reinen, einfachen Sein bleibt – und der in jenem Licht umarmt wird.
Merke: Intelligenz ist nicht Teil des Geistes. Der Verstand ist es, aber Intelligenz ist es nicht. Daher ist der Intellekt voller Geist, doch verhält er sich im Leben sehr unvernünftig. Er hat eine gewisse Sachkunde; er ist intellektuell darauf trainiert, eine bestimmte Sache zu tun. Sein Geist funktioniert wie ein Computer. Aber das Leben ist nicht eindimensional—du kannst es nicht in einer einzigen Sachkunde erschöpfen; es ist mehrdimensional.
Unser Intellekt hat eine neue Welt geschaffen, die die Natur beherrscht, und er hat sie mit monströsen Maschinen bevölkert.
Geistige Schlagkraft hat ihre Grenzen. Darum beschränke den Umfang deines Lernens nicht auf das Reich des Intellekts.
Krankheit ist nicht nur im Körper; sie kann auch im Geist sein, im Intellekt; sie kann in den Hemmungen deines Intellekts liegen.
Wenn einem Menschen gegeben wäre, den Lohn der Tugend in der nächsten Welt zu sehen, würde er seinen Verstand, sein Gedächtnis und seinen Willen nur auf gute Werke richten—ohne sich um Gefahr oder Müdigkeit zu kümmern.
Die Zeichen guter Gesundheit sind ein Verstand, der frei ist von Hemmung und Hochmut; ein Herz, das voller Mitgefühl ist, ist gesund; ein Geist ohne Verwirrung; eine Erinnerung ohne Trauma; und eine Seele ohne Kummer.
Liebe kann etwas sehr Mystisches und Geheimnisvolles sein, denn die Liebe entspringt den innersten Tiefen unserer Seele. Sie entsteht nicht aus den stets wechselnden Strömungen unseres Geistes oder Verstandes.
Liebe kann erreichen, was der Intellekt nicht begreifen kann.
Ein Mensch von Verstand und Wissen ist einer, der seinen eigenen Geist bezwungen hat.
Oft werden die Hände ein Geheimnis lösen, mit dem sich der Verstand vergeblich abgemüht hat.
Der meditative Zustand ist der höchste Zustand des Daseins. Solange es Verlangen gibt, kann kein wahres Glück entstehen. Nur die kontemplative, zeugenhafte Betrachtung von Gegenständen bringt uns echtes Genießen und Glück. Das Tier hat seine Freude in den Sinnen, der Mensch in seinem Verstand, und der Gott in spiritueller Kontemplation. Erst für die Seele, die diesen kontemplativen Zustand erreicht hat, wird die Welt wirklich schön. Für den, der nichts begehrt und sich nicht mit ihnen vermischt, sind die mannigfaltigen Veränderungen der Natur ein einziges Panorama von Schönheit und Erhabenheit.
Jenseits der Sinne sind die Gegenstände; jenseits der Gegenstände ist der Geist; jenseits des Geistes ist der Verstand; jenseits des Verstandes ist das große Atman.
Unser Bildungssystem muss dem Intellekt und dem Herzen gleich große Bedeutung geben.
Verbrenne die weltliche Liebe, reibe die Asche und mache daraus Tinte; mach das Herz zur Feder, den Verstand zum Schreiber – und schreibe das, was kein Ende und keine Grenze hat.
Lass das Herz, den inneren Menschen im Herzen, dich führen—nicht Emotion und nicht Verstand.
Eine Lampe flackert nicht an einem Ort, an dem kein Wind weht; so ist es mit dem Yogi, der Geist, Verstand und Selbst beherrscht und in dem Geist aufgeht, der in ihm wohnt.
Dass dem Menschen Gesetze gegeben wurden—sowohl bejahende als auch verneinende—stützt das Prinzip, dass Gottes Wissen über zukünftige Ereignisse ihren Charakter nicht verändert. Der große Zweifel, der sich unserem Geist aufdrängt, ist das Ergebnis der Unzulänglichkeit unseres Verstandes.
Swami kann dir keinen Seelenfrieden geben; du musst selbst daran arbeiten. Hör zuerst auf, zu fragen, und stell dir: „Wer bin ich?“ Das ist mein Körper, mein Geist, meine Intelligenz. Aber wer ist dieses „Mein“? Wer ist es, der beansprucht, was als „mein“ bezeichnet wird? „Mein“ bedeutet Besitz. Dieses „Mein“ ist das Leben. Solange das Leben im Körper ist, gibt es diese Verbindung zwischen „mein“ und dem Intellekt—„mein Körper“, „mein Haus“, „mein Land“. Doch im Augenblick, in dem du das Leben aus dem Körper entfernst, gibt es kein „mein“ und kein Gefühl von Besitz. Leben ist Gott.