Wo immer du Angst hast, versuche es zu erforschen—und du wirst irgendwo den Tod versteckt finden. Jede Angst ist Angst vor dem Tod. Der Tod ist die einzige Quelle der Angst.
Du existierst in der Zeit, aber du gehörst zur Ewigkeit—du bist eine Durchdringung der Ewigkeit in die Welt der Zeit—du bist unsterblich, du lebst in einem Körper des Todes—dein Bewusstsein kennt keinen Tod, keine Geburt—nur dein Körper wird geboren und stirbt—doch du bist dir deines Bewusstseins nicht bewusst—du bist dir deines Bewusstseins nicht bewusst—und das ist die ganze Kunst der Meditation: Bewusstwerden des Bewusstseins selbst.
Der Tod ist die größte aller Illusionen.
Im Leben magst du arm oder reich sein—doch der Tod ist der große Ausgleich. Der größte Kommunismus ist der Tod. Wie du auch lebst, es macht keinen Unterschied; der Tod geschieht für alle gleich. Im Leben ist Gleichheit unmöglich; im Tod ist Ungleichheit unmöglich. Werde dir dessen bewusst und bedenke es.
Der Tag, an dem du denkst, du wüsstest es, ist der Tag, an dem dein Tod geschehen ist—denn dann wird es keine Verwunderung mehr geben, keine Freude und keine Überraschung. Dann wirst du ein totes Leben leben.
Meditation ist nichts anderes als die Anstrengung, alle fremden Elemente fallen zu lassen, damit du dich siehst, wie du warst, bevor du geboren wurdest—spiegelbildlich in deiner Reinheit. Es ist eine große Stille und eine große Freude, dort zu sein. Und wenn du einmal dort verweilst, gibt es keinen Tod und keine Zeit. Alle Angst, alle Gier, all der Zorn verschwinden: Man ist einfach da—ohne Idee, ohne Verlangen.
So wie der Tag ohne die Nacht nicht existieren kann, so wie das Leben ohne den Tod nicht existieren kann, so kann Kreativität ohne Stille nicht existieren. Und umgekehrt gilt es ebenso: Stille kann nicht ohne Kreativität sein.
Folge niemals den Ideen anderer—das ist sehr gefährlich, weil du dann nachahmst. Folge immer deiner eigenen Natur, deiner Selbstnatur; nur dann wirst du Freiheit erlangen. Es ist besser, zu sterben, indem man seiner Natur folgt, als zu leben, indem man der Natur eines anderen folgt—denn das wäre ein Scheindasein. Dem eigenen Wesen zu folgen und daran zu sterben ist schön, denn auch dieser Tod wird echt sein.