In der Praxis der sitzenden Meditation beziehst du dein tägliches Leben die ganze Zeit mit ein. Die Meditationspraxis bringt unsere Neurosen an die Oberfläche, statt sie unten im Grund unseres Geistes zu verstecken. Sie befähigt uns, unser Leben als etwas zu sehen, das bearbeitbar ist.
Meditationspraxis gilt als ein guter und in der Tat ausgezeichneter Weg, den Krieg in der Welt zu überwinden — unseren eigenen Krieg ebenso wie den größeren.
Tatsächlich findet man, wenn man beginnt, Meditation zu praktizieren, dass allerlei Probleme ans Licht gebracht werden. Verborgene Aspekte deiner Persönlichkeit treten offen zutage—einfach deshalb, weil du dich zum ersten Mal erlaubst, deinen Geisteszustand so zu sehen, wie er ist.
Jetztsein ist das Wesen der Meditation. Was auch immer man tut, was auch immer man übt, ist der Versuch zu sehen, was hier und jetzt ist. Man wird sich des gegenwärtigen Augenblicks bewusst, indem man sich zum Beispiel auf den Atem konzentriert. Das beruht auf dem Entwickeln der Erkenntnis des Jetztseins, denn jeder Atemzug ist einzigartig. Er ist ein Ausdruck von Jetzt.
Die Betonung auf Praxis liegt daran, dass es die einzige Zeit in deinem Leben ist, in der du deine karmische Lage lenken kannst.
Durch Meditation fühle ich, dass wir Dynamit gepflanzt haben, um die Welt der Verwirrung zu überschreiten. Darum wäre es gut, wenn du Meditation so viel üben könntest, wie du kannst – so viel wie physisch und psychologisch möglich. Du könntest klarer und vernünftiger werden, und du könntest auf diese Weise auch die nationale Neurose beeinflussen.