Eckhart Tolle Zitate uber die Erleuchtung
Wenn du dich fortwährend als den Raum des Bewusstseins erkennst und spürst – nicht als das, was im Bewusstsein erscheint: Sinneseindrücke, Gedanken, Gefühle – dann kann man sagen, du seist erleuchtet … nur würdest du nicht darüber nachdenken oder von dir sprechen als „erleuchtet“, denn das würde sofort eine weitere, gedankenbasierte begriffliche Identität erschaffen – und damit wäre das Ende deiner „Erleuchtung“.
So ist der eine, entscheidendste Schritt auf deinem Weg zur Erleuchtung dieser: Lerne, dich von deinem Geist zu lösen—dich nicht mit ihm zu identifizieren.
Das Wort „Erleuchtung“ ruft die Vorstellung einer übermenschlichen Leistung hervor, und das Ego liebt es, das so zu halten. Doch es ist einfach dein natürlicher Zustand des gefühlten Einsseins mit dem Sein. Es ist ein Zustand der Verbundenheit mit etwas Unermesslichem und Unzerstörbarem – etwas, das – fast paradox – wesentlich du selbst ist und doch viel größer als du. Es ist das Finden deiner wahren Natur jenseits von Namen und Form.
Der wichtigste einzelne Schritt auf deinem Weg zur Erleuchtung ist dieser: Lerne, dich von deinem Geist zu distanzieren. Jedes Mal, wenn du eine Lücke im Strom des Geistes schaffst, wird das Licht deines Bewusstseins stärker. Eines Tages bemerkst du vielleicht, dass du dich selbst dabei ertappst, wie du über die Stimme in deinem Kopf lächelst—so, wie man über die Streiche eines Kindes lächelt. Das bedeutet: Du nimmst den Inhalt deines Geistes nicht mehr so ernst, denn dein Gefühl von „Ich“ hängt nicht mehr davon ab.
Schmerz ist der Brennstoff, der die Flamme unserer Erleuchtung entzündet.
