Wer in seiner Entschlossenheit für die fortgeschrittene Stufe der spirituellen Verwirklichung beständig ist und die Stürme des Schmerzes wie auch des Glücks gleichmütig ertragen kann, ist gewiss eine Person, die für die Befreiung geeignet ist.
Wenn ein reiner Verehrer oder spiritueller Meister spricht, dann sollte das, was er sagt, so angenommen werden, als sei es direkt von der Höchsten Persönlichkeit Gottes im Parampara-System gesprochen worden.
Der heilige Name Krishnas hat eine außergewöhnliche spirituelle Kraft, weil der Name Gottes nicht verschieden ist von Gott selbst.
Ein echter spiritueller Meister kann—unter der Anleitung von Autoritäten—jeden zum Vaisnava-Glauben führen, sodass er sich ganz natürlich zur höchsten Stellung eines Brahmanas erheben kann.
Im geistlichen Leben muss man sein ganzes Leben unter der Führung des Gurus führen. Nur wer sein geistliches Leben in der Richtung des geistlichen Meisters ausführt, kann die Barmherzigkeit Krishnas erlangen.
Im letzten Stadium des Lebens des spirituellen Meisters sollen die Anhänger des spirituellen Meisters die Predigtarbeit in die eigenen Hände nehmen. So kann der spirituelle Meister an einem einsamen Ort sitzen und nirjana-bhajana darbringen.
Versuche einfach, die Wahrheit zu lernen, indem du dich einem spirituellen Meister näherst. Frag ihn in Unterwerfung und leiste ihm Dienst. Die verwirklichte Seele kann dir Wissen vermitteln, weil sie die Wahrheit gesehen hat.
Da man die Gegenwart des Höchsten Selbst nicht visuell erfahren kann, erscheint Er vor uns als ein befreiter Verehrer. Ein solcher spiritueller Meister ist nichts anderes als Krishna selbst.
Der geistliche Meister ist ein Stellvertreter Gottes. Ebenso ist der König ein Stellvertreter Gottes. Auch der Vater ist ein Stellvertreter Gottes. So sagen es die Schriften. Denn sie werden leiten: Der König wird leiten, der geistliche Meister wird leiten, der Vater wird leiten. Was ist diese Führung? Sie ist, wie man durch Bildung und Kultur Krishna-Bewusstsein erlangen kann.
Dieses Singen des Hare-Krishna-Mantras wird von der spirituellen Ebene aus vollzogen; daher übersteigt dieser Klang alle niederen Schichten des Bewusstseins – nämlich das Sinnliche, das Mentale und das Intellektuelle.
Aus den vielen wandernden lebendigen Wesen erhält einer, der sehr begnadet ist, durch die Gnade Krishnas die Gelegenheit, sich mit einem echten spirituellen Meister zu verbinden. Durch die Barmherzigkeit sowohl Krishnas als auch der spirituellen Meister empfängt eine solche Person den Samen der Schlingpflanze des hingebungsvollen Dienstes.
Man muss hingebungsvolle Dienste unter der Anleitung eines Verehrers ausüben oder direkt unter der Anleitung der Höchsten Persönlichkeit Gottes. Es ist jedoch nicht möglich, sich selbst auszubilden, ohne Führung durch den geistigen Meister.
Darum wird ein Mensch, der völlig im körperlichen Begriff vom Leben gefangen ist, sich gewiss selbst töten—indem er keinen geistigen Fortschritt macht. Solch ein Mensch heißt pasu-ghna. Besonders vom geistigen Leben ausgeschlossen sind die Tierjäger, die sich nicht dafür interessieren, den heiligen Namen des Herrn zu hören und zu singen. Solche Jäger sind immer unglücklich—in diesem Leben und auch im nächsten. Darum heißt es: Ein Jäger soll weder sterben noch leben, denn für solche Menschen sind sowohl das Leben als auch das Sterben beschwerlich.
Der geistige Meister und Krishna sind zwei parallele Linien. Der Zug, auf zwei Gleisen, fährt vorwärts. Der geistige Meister und Krishna sind wie diese zwei Gleise. Sie müssen gleichzeitig verehrt werden. Krishna hilft, einen echten geistigen Meister zu finden, und ein echter geistiger Meister hilft, Krishna zu verstehen. Wenn man keinen echten geistigen Meister bekommt—wie könnte man dann je Krishna verstehen? Man kann Krishna nicht ohne den geistigen Meister dienen, und man kann auch nur dem geistigen Meister dienen, ohne Krishna zu dienen. Sie müssen gleichzeitig verehrt werden.
Man muss den rechten Weg für seine Handlungen finden, indem man den Spuren großer heiliger Menschen und der Bücher des Wissens folgt – unter der Führung eines spirituellen Meisters.
Die erste Geburt kommt von deinen Eltern; doch die wahre Geburt, das wahre Leben beginnt, wenn man einen echten spirituellen Meister annimmt und ihm Dienst erweist. Dann ist der Pfad offen, zurück nach Hause zu gehen – zurück zur Gottheit –, um ewig in vollem Wissen und voller Wonne zu leben, in Gemeinschaft mit der Höchsten Persönlichkeit Gottes selbst, Lord Krishna.
Ein spiritueller Meister, der zu hundert Prozent Krishna-bewusst ist, ist der wahrhaftige spirituelle Meister.
Ein Verehrer soll in der Überzeugung fest gegründet sein, dass der spirituelle Meister keiner Kritik unterliegen kann und niemals einem gewöhnlichen Menschen gleichgestellt werden darf.
Unsere erste Pflicht ist, den spirituellen Meister zufriedenzustellen—denn er kann die Barmherzigkeit des Herrn ordnen. Ein gewöhnlicher Mensch muss zuerst damit beginnen, dem spirituellen Meister oder dem Verehrer zu dienen. Dann wird der Herr durch die Barmherzigkeit des Verehrers zufrieden sein. Ohne dass man den Staub der Lotusfüße eines Verehrers auf dem Kopf empfängt, gibt es keine Möglichkeit des Fortschritts. Ohne die Begegnung mit einem reinen Verehrer kann man die Höchste Persönlichkeit Gottes nicht verstehen.
Der höchste Gipfel spiritueller Vollkommenheit ist die Erkenntnis der Höchsten Persönlichkeit Gottes.
Wenn man nach der Annahme des geistlichen Meisters und nach der Einweihung die Regeln und Ordnungen des hingebungsvollen Dienstes nicht befolgt, dann ist man erneut gefallen.
Ein Schüler dient dem spirituellen Meister einzig mit dem Zweck, von ihm Unterweisungen zu empfangen.
Durch die Gnade des spirituellen Meisters wird die Wolke der Barmherzigkeit der Persönlichkeit Gottes herbeigeführt; und erst dann, wenn die Regen des Krishna-Bewusstseins fallen, kann das Feuer des materiellen Daseins erlöschen.