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Zitate uber die Spiritualität von Ramana Maharshi

  • Du setzt Grenzen auf deine wahre Natur als unendliches Sein. Dann bist du unzufrieden, nur ein begrenztes Geschöpf zu sein. Dann beginnst du spirituelle Übungen, um diese nicht existierenden Grenzen zu überschreiten. Aber wenn deine Übung selbst das Bestehen dieser Grenzen voraussetzt – wie könnte sie dir dann erlauben, sie zu überwinden?
  • Ein verwirklichter Mensch sendet Wellen spirituellen Einflusses in seiner Aura aus, die viele Menschen zu ihm hinziehen. Doch er kann in einer Höhle sitzen und völlige Stille bewahren.
  • Konzentration heißt nicht, an nur eine Sache zu denken. Im Gegenteil: Sie schließt alle Gedanken aus, denn alle Gedanken behindern das Gefühl deines wahren Seins. Alle Bemühungen sollen nur darauf gerichtet sein, die Schleier der Unwissenheit zu entfernen. Den Geist allein auf das Selbst zu konzentrieren, führt zu Glück oder Seligkeit. Die Gedanken einzuziehen, sie zu zügeln und zu verhindern, dass sie nach außen abdriften, nennt man Loslösung (Vairagya). Sie im Selbst zu fixieren ist spirituelle Praxis (Sadhana). Auf das Herz zu konzentrieren ist dasselbe wie, sich auf das Selbst zu konzentrieren. Das Herz ist ein anderer Name für das Selbst.
  • Ruhe ist das Kriterium für spirituellen Fortschritt. Tauche den gereinigten Geist ins Herz. Dann ist die Arbeit getan.
  • Wisse: Die Auslöschung der Identifikation mit dem Körper ist Wohltätigkeit, geistige Askese und rituelles Opfer. Sie ist Tugend, göttliche Vereinigung und Hingabe. Sie ist Himmel, Reichtum, Frieden und Wahrheit. Sie ist Gnade. Sie ist der Zustand göttlicher Stille. Sie ist der todlose Tod. Sie ist Jnana, Verzicht, die endgültige Befreiung und Seligkeit.
  • Die Willenskraft sollte als die Stärke des Geistes verstanden werden, die ihn befähigt, Erfolg oder Misserfolg mit Gleichmut zu begegnen. Sie ist nicht gleichbedeutend mit sicherem Erfolg. Warum sollten die eigenen Versuche immer von Erfolg begleitet sein? Erfolg erzeugt Überheblichkeit, und so wird der spirituelle Fortschritt des Menschen aufgehalten. Misserfolg hingegen ist nützlich, insofern er seine Augen für seine Grenzen öffnet und ihn darauf vorbereitet, sich hinzugeben. Sich selbst hinzugeben ist gleichbedeutend mit ewiger Glückseligkeit.
  • Das Maß an Freiheit von unerwünschten Gedanken und das Maß an Konzentration auf einen einzigen Gedanken sind die Kriterien, um spirituellen Fortschritt zu messen.