Ich entdeckte, dass es notwendig ist—absolut notwendig—nichts zu glauben. Das heißt: Wir müssen an etwas glauben, das keine Form und keine Farbe hat—etwas, das existiert, bevor alle Formen und Farben erscheinen… Ganz gleich, welchen Gott oder welche Lehre du glaubst: Wenn du dich daran bindest, wird dein Glaube mehr oder weniger auf einer selbstbezogenen Idee beruhen.
Christopher McCandless: „Ich werde dich auch vermissen – aber du liegst falsch, wenn du denkst, dass die Freude des Lebens hauptsächlich aus der Freude menschlicher Beziehungen kommt. Gottes Platz ist überall um uns herum: in allem und in allem, was wir erleben können. Die Menschen müssen nur die Art ändern, wie sie die Dinge betrachten.“
Unabhängig davon, welchen Gott oder welche Lehre du glaubst: Wenn du dich daran anhaftest, wird dein Glaube mehr oder weniger auf einer selbstbezogenen Idee beruhen.
Glaube ist ein Zustand der Offenheit oder des Vertrauens… Mit anderen Worten: Wer in religiösen Dingen fanatisch ist und an bestimmte Vorstellungen über das Wesen Gottes und des Universums klammert, der hat eigentlich keinen Glauben. Er hält nur fest. Die Haltung des Glaubens aber ist: loslassen und offen werden für die Wahrheit – wie sie auch immer sich zeigen mag.