Das Jenseits leuchtet denen nicht auf, die die Fähigkeit zur Unterscheidung vermissen und sich deshalb leicht von dem Reiz vergänglicher Dinge fortreißen lassen. Wie Kinder von Spielzeug verlockt werden, so werden sie von Vergnügen, Macht, Namen und Ruhm verlockt. Für sie scheinen das die einzigen Wirklichkeiten zu sein. So an vergänglichen Dingen haftend, geraten sie viele Male unter die Herrschaft des Todes. Ein Teil von uns muss sterben; ein anderer Teil stirbt niemals. Wenn ein Mensch sich mit seiner unsterblichen Natur identifizieren kann — die eins ist mit Gott — dann überwindet er den Tod.
Die Weisen gaben dem Höchsten den Namen A-U-M, der als Wurzel aller Sprache steht. Der erste Buchstabe „A“ ist der Mutterlaut—der natürliche Laut, den jedes Wesen hervorbringt, wenn der Rachen geöffnet wird, und ohne das Öffnen des Rachens kann kein Laut entstehen. Der letzte Buchstabe „M“, gesprochen durch das Schließen der Lippen, beendet jede Artikulation. Wenn man den Laut vom Rachen zu den Lippen trägt, geht er durch den Laut „U“. Diese drei Laute umfassen daher das ganze Feld möglicher artikulierter Laute. Ihre Verbindung heißt Akshara oder das unvergängliche Wort, Sound-Brahman oder Wort-Gott—denn es ist der allgemeinste Name, der dem Höchsten gegeben werden kann.
Wer das Selbst überall erkennt, schrumpft vor nichts zurück. Denn durch sein höheres Bewusstsein fühlt er sich mit allem Leben vereint. Wenn ein Mensch Gott in allen Wesen sieht und alle Wesen in Gott – und wenn er auch erkennt, dass Gott in seiner eigenen Seele wohnt: Wie könnte er irgendein lebendes Wesen hassen? Trauer und Verblendung ruhen auf dem Glauben an Verschiedenheit. Dieser Glaube führt zu Wettbewerb und zu allen Formen von Egoismus. Mit der Erkenntnis der Einheit verschwindet das Gefühl der Verschiedenheit, und die Ursache des Elends ist entfernt.
Wer wäre besser fähig, Gott zu erkennen als ich selbst, da er in meinem Herzen wohnt und das Wesen meines Seins selbst ist? So sollte die Haltung dessen sein, der sucht.