Wenn du von der Welt nichts verlangst und auch von Gott nichts, wenn du nichts willst, nichts suchst, nichts erwartest—dann wird der höchste Zustand zu dir kommen, unaufgefordert und unerwartet.
Bewusstsein ist eine Eigenschaft, während Gewahrsein es nicht ist. Man kann sich dessen bewusst sein, bewusst zu sein, aber nicht bewusst sein, dass man Gewahrsein hat. Gott ist die Gesamtheit des Bewusstseins; doch Gewahrsein ist jenseits von allem—Sein ebenso wie Nicht-Sein.
Wenn du an Gott glaubst, arbeite mit Ihm. Wenn du nicht glaubst, werde eins mit Ihm.
Vernachlässige diesen Körper nicht. Das ist das Haus Gottes; kümmere dich darum—nur in diesem Körper kann Gott verwirklicht werden.
Selbst der Glaube an Gott ist nur eine Stufe auf dem Weg. Am Ende gibst du alles auf, denn du kommst zu etwas so Einfachem, dass es keine Worte gibt, um es auszudrücken.
„ICH BIN“ selbst ist Gott. Das Suchen selbst ist Gott. Im Suchen erkennst du, dass du weder Körper noch Geist bist, sondern die Liebe des Selbst in dir für das Selbst in allem. Die beiden sind eins. Das Bewusstsein in dir und das Bewusstsein in mir—scheinbar zwei, in Wahrheit eins—suchen Einheit, und das ist Liebe.
Der Weg zur Wahrheit führt durch die Zerstörung des Falschen. Um das Falsche zu zerstören, musst du deine tief verwurzelten Überzeugungen befragen. Von all diesen ist die Vorstellung, du seist der Körper, die schlimmste. Denn mit dem Körper kommt die Welt; mit der Welt – Gott, der angeblich die Welt erschaffen hat und damit beginnt –: Furcht, Religionen, Gebete, Opfer, alle Arten von Systemen, die das Kind-Menschlein schützen und stützen sollen, das von Monstern, die es selbst erschaffen hat, aus den Fugen geraten ist. Erkenne: Was du bist, kann nicht geboren werden und nicht sterben. Und wenn die Furcht fort ist, endet alles Leiden.
Im Licht des Bewusstseins geschieht allerlei, und man muss keiner Sache besondere Bedeutung geben. Das Sehen einer Blume ist ebenso wunderbar wie die Schau Gottes. Lass es so. Warum sich daran erinnern und dann Erinnerung zu einem Problem machen? Sei gleichmütig ihnen gegenüber; teile sie nicht in hoch und niedrig, innen und außen, dauerhaft und vorübergehend. Geh darüber hinaus, geh zurück zur Quelle—zu dem Selbst, das gleich ist, was auch immer geschieht.