Swami Vivekananda

Swami Vivekananda

Prominenter indischer spiritueller Führer.

Eine Schlüsselfigur bei der Einführung indischer Philosophien in der westlichen Welt. Bekannt für seine Reden auf dem Parlament der Weltreligionen 1893, in denen er über die Universalität der Spiritualität und die Bedeutung religiöser Toleranz sprach.

Swami Vivekananda Zitate uber das Verlangen

  • Keuschheit, Unverletzlichkeit, Vergebung selbst für den größten Feind, Wahrheit, Vertrauen in den Herrn—das sind alles verschiedene Vrittis. Hab keine Angst, wenn du in all diesen Dingen nicht vollkommen bist; arbeite daran—sie werden kommen. Wer all die Anhaftung, all die Furcht und all den Zorn aufgegeben hat, dessen ganze Seele zum Herrn gegangen ist, wer Zuflucht beim Herrn genommen hat, dessen Herz gereinigt ist—und mit welchem Verlangen er auch zum Herrn kommt: Er wird es ihm gewähren. Darum verehre Ihn durch Wissen, Liebe oder Verzicht.
  • Wir müssen immer daran denken, dass Gott Liebe ist. „Ein wahrer Narr ist, wer, am Ufer des Ganges lebend, ein kleines Brunnenloch für Wasser graben will. Ein wahrer Narr ist der Mensch, der nahe einer Diamantenmine lebt und sein Leben damit verbringt, nach Glasperlen zu suchen.“ Gott ist diese Diamantenmine. Wir sind wahrhaft Narren, wenn wir Gott für Legenden von Gespenstern oder fliegenden Ungeheuern aufgeben. Das ist eine Krankheit, ein krankhaftes Verlangen.
  • Entsagung—Nicht-Widerstand—Nicht-Zerstörung—sind die Ideale, die man durch immer weniger Weltlichkeit, immer weniger Widerstand und immer weniger Zerstörung erreichen soll. Halte das Ideal im Blick und arbeite darauf hin. Niemand kann in der Welt leben ohne Widerstand, ohne Zerstörung, ohne Verlangen. Die Welt ist noch nicht in den Zustand gelangt, in dem das Ideal in der Gesellschaft verwirklicht werden kann.
  • Der meditative Zustand ist der höchste Zustand des Daseins. Solange es Verlangen gibt, kann kein wahres Glück entstehen. Nur die kontemplative, zeugenhafte Betrachtung von Gegenständen bringt uns echtes Genießen und Glück. Das Tier hat seine Freude in den Sinnen, der Mensch in seinem Verstand, und der Gott in spiritueller Kontemplation. Erst für die Seele, die diesen kontemplativen Zustand erreicht hat, wird die Welt wirklich schön. Für den, der nichts begehrt und sich nicht mit ihnen vermischt, sind die mannigfaltigen Veränderungen der Natur ein einziges Panorama von Schönheit und Erhabenheit.
  • Je mehr du dich selbst als strahlenden unsterblichen Geist siehst, desto größer wird dein Drang, dich völlig von Materie, Körper und Sinnen zu befreien. Das ist das intensive Verlangen, frei zu sein.
  • Begehren kann an den Wurzeln ausgerottet werden, indem man fest die vier Eigenschaften in sich aufnimmt: Jnan, Atmanishtha, Vairagya, Dharma – und die voll entfaltete Hingabe an Gott.
  • Wir sind der Erde gebunden durch Begehren – und auch Gott, dem Himmel und den Engeln. Ein Sklave ist ein Sklave, ob gegenüber Menschen, Gott oder Engeln.
  • Gib jede Begierde nach Genuss auf – auf Erden oder im Himmel. Beherrsche die Organe der Sinne und beherrsche den Geist. Trage jede Not, ohne selbst zu wissen, dass du unglücklich bist. Denke an nichts als an die spirituelle Freiheit.