Sri Aurobindo Zitate uber das Alleinsein
Indien ist der Treffpunkt der Religionen. Und unter ihnen ist allein der Hinduismus für sich schon etwas Weites und Komplexes: nicht so sehr eine Religion, sondern eine große, vielfältige und doch subtil geeinte Masse geistiger Gedanken, Verwirklichung und Sehnsucht.
Eine vollständige spirituelle Ausrichtung, die dem ganzen Leben und der ganzen Natur gegeben wird, kann allein die Menschheit über sich selbst hinausheben. … Es ist nur das vollständige Hervortreten der Seele, das vollständige Herabsteigen des eingeborenen Lichts und der Kraft des Geistes und die daraus folgende Ersetzung oder Verwandlung und Erhebung unserer unzureichenden mentalen und vitalen Natur durch eine spirituelle und supramentale Übernatur, die dieses evolutionäre Wunder bewirken kann.
Es gibt zwei Kräfte, die allein in ihrer Verbindung das große und schwierige Werk bewirken können—das Ziel unseres Strebens: eine feste, unerschütterliche Sehnsucht, die von unten ruft, und eine höchste Gnade von oben, die antwortet.
Es reicht nicht, sich nur auf den Geist zu verlassen.
Der Aufstieg zum göttlichen Leben ist die menschliche Reise, das Werk der Werke, das annehmbare Opfer. Das allein ist das wahre Geschäft des Menschen in der Welt und die Rechtfertigung seines Daseins—ohne das wäre er nur ein Insekt, das zwischen den vergänglichen Insekten auf einem Fleck Schlamm und Wasser kriecht, der sich inmitten der erschreckenden Unermesslichkeit der physischen Welt gebildet hat.
Das Yoga, das wir praktizieren, ist nicht nur für uns allein, sondern für das Göttliche. Sein Ziel ist es, den Willen des Göttlichen in der Welt zu verwirklichen—eine spirituelle Wandlung zu bewirken und eine göttliche Natur und ein göttliches Leben in die mentale, vitale und physische Natur und das Leben der Menschheit hinabzubringen. Sein Ziel ist nicht persönlicher Mukti, obwohl Mukti eine notwendige Bedingung des Yoga ist, sondern die Befreiung und Verwandlung des Menschen. Es ist nicht persönliche Ananda, sondern das Hinabbringen der göttlichen Ananda—Christi Himmelreich, unser Satyayuga—auf die Erde.
Die Großen sind am stärksten, wenn sie allein stehen; eine von Gott geschenkte Kraft des Seins ist ihre Macht.
