Sri Aurobindo Zitate uber die Erde
Das Yoga, das wir praktizieren, ist nicht nur für uns allein, sondern für das Göttliche. Sein Ziel ist es, den Willen des Göttlichen in der Welt zu verwirklichen—eine spirituelle Wandlung zu bewirken und eine göttliche Natur und ein göttliches Leben in die mentale, vitale und physische Natur und das Leben der Menschheit hinabzubringen. Sein Ziel ist nicht persönlicher Mukti, obwohl Mukti eine notwendige Bedingung des Yoga ist, sondern die Befreiung und Verwandlung des Menschen. Es ist nicht persönliche Ananda, sondern das Hinabbringen der göttlichen Ananda—Christi Himmelreich, unser Satyayuga—auf die Erde.
Wir müssen Kraft schaffen, wo vorher keine war; wir müssen unsere Natur verändern und zu neuen Menschen mit neuen Herzen werden, um von neuem geboren zu werden. Wir brauchen einen Kern von Menschen, in denen die Shakti bis zum äußersten Maß entwickelt ist—Menschen, in denen sie jede Ecke der Persönlichkeit erfüllt und überfließt, um die Erde zu befruchten. Diese werden, mit dem Feuer Bhawanis in Herz und Geist, hinausgehen und die Flamme in jede Ecke unseres Landes tragen.
Der Mensch ist ein Übergangswesen; er ist nicht das Endgültige. Denn in ihm und weit über ihn hinaus steigen die strahlenden Stufen auf, die hinaufklettern zu einer göttlichen Übermenschlichkeit. Der Schritt vom Menschen zum Übermenschen ist die nächste Errungenschaft in der Evolution der Erde. Dort liegen unser Schicksal und der befreiende Schlüssel zu unserem Streben—zu unserem ersehnten, doch unruhigen und begrenzten menschlichen Dasein, das unvermeidlich ist, weil es zugleich die Absicht des inneren Geistes und die Logik des Naturprozesses in sich trägt.
Wenn es wahr ist, dass Geist in die Materie eingeht und die scheinbare Natur der verborgene Gott ist, dann sind die Offenbarung des Göttlichen im Menschen selbst und die Verwirklichung Gottes inwendig und auswendig das höchste und legitimste Ziel, das dem Menschen auf Erden möglich ist.
