Sri Aurobindo

Sri Aurobindo

Indischer Philosoph und Dichter.

Ein prominenter indischer Philosoph und spiritueller Führer, der den Integralen Yoga entwickelte, der auf die Transformation der menschlichen Natur in ein göttliches Bewusstsein abzielt.

Sri Aurobindo Zitate uber die Unendlichkeit

  • Doch was ist hinter den Erscheinungen diese scheinbare Geheimnis? Wir können sehen: Es ist das Bewusstsein, das sich selbst verloren hatte und nun wieder zu sich zurückkehrt—hervorgehend aus seiner riesigen Selbstvergessenheit—langsam, schmerzhaft, als ein Leben, das fühlend ist, halb fühlend, dumpf fühlend, ganz fühlend, und schließlich darum ringt, mehr als fühlend zu sein—um wieder göttlich selbstbewusst zu werden: frei, unendlich, unsterblich.
  • Wer das Unendliche wählt, ist vom Unendlichen gewählt.
  • Alle Fanatismen sind falsch, weil sie ein Widerspruch zur eigentlichen Natur Gottes und der Wahrheit sind. Wahrheit kann nicht in ein einziges Buch, in eine Bibel oder in die Veden oder den Koran eingeschlossen werden – und auch nicht in eine einzige Religion. Das Göttliche Wesen ist ewig, universell, unendlich und kann nicht das alleinige Eigentum der Muslime oder nur der semitischen Religionen sein – jener, die zufällig in einer Linie von der Bibel standen und jüdische oder arabische Propheten als Gründer hatten.
  • Dreifach sind die erhabenen Geburten dieser göttlichen Kraft, die in der Welt ist: wahr sind sie, begehrenswert sind sie. Er bewegt sich weit offen im Unendlichen und leuchtet rein, lichtvoll und erfüllend… Von dem, was in den Sterblichen sterblich ist und doch die Wahrheit besitzt, ist ein Gott—und er ist innerlich als eine Energie gegründet, die in unseren göttlichen Kräften wirkt… Werde hoch erhoben, o Stärke—durchdringe alle Schleier, manifestiere dich als die Dinge des Göttlichen.
  • Spiritualität ist der Schlüssel des indischen Geistes. Diese vorherrschende Neigung Indiens prägt den Charakter all ihrer kulturellen Ausdrucksformen. Tatsächlich sind sie aus ihrer angeborenen spirituellen Veranlagung hervorgewachsen, aus der ihre Religion wie eine natürliche Blüte entspringt. Der indische Geist hat immer erkannt, dass das Höchste das Unendliche ist, und er hat geschaut, dass sich dem Geist der Seele in der Natur das Unendliche stets in unendlicher Vielfalt von Aspekten zeigen muss.
  • Die Sprache der Veden selbst ist sruti: ein Rhythmus, der nicht vom Verstand komponiert ist, sondern gehört wird—ein göttliches Wort, das aus dem Unendlichen in das innere Ohr des Menschen schwingt, der sich zuvor für das unpersönliche Wissen bereit gemacht hat.
  • Liebe ist der Grundton, Freude ist die Musik, Wissen ist der Ausführende, das Unendliche All ist der Komponist und das Publikum.
  • Die indische Religion hat von jeher gespürt: Da die Geister, die Temperamente und die geistigen Neigungen der Menschen in ihrer Vielfalt unbegrenzt sind, muss dem Einzelnen eine vollkommene Freiheit des Denkens und des Gottesdienstes in seinem Zugang zum Unendlichen erlaubt sein.
  • Das fortschreitende Wachstum des begrenzten Bewusstseins des Menschen hin zu diesem Selbst—hin zum Universalen, Ewigen, Unendlichen—mit anderen Worten: sein Wachstum zu spirituellem Bewusstsein, indem er sein gewöhnliches, unwissendes natürliches Sein in eine erleuchtete göttliche Natur verwandelt. Das ist für das indische Denken die Bedeutung des Lebens und das Ziel menschlicher Existenz.