Papst Johannes Paul Ii. Zitate uber die Zeit
Schach birgt tiefe Weisheiten der Menschen. Es ist wahrhaftig ein Bild des Lebens: der Spiegel des menschlichen Schicksals, das uns den irdischen Weg des Leidens in Dunkelheit und den dauernden Mangel an Zeit gezeigt hat. Wie im Schach begegnen wir allen Arten von Fallen, Fehlern, Abmachungen, Opfern, Königen und Königinnen, doppelten Bauern und außergewöhnlichen Zügen—während wir selbst noch auf dem Brett stehen.
Wer in sich… die künstlerische Berufung als Dichter, Schriftsteller, Bildhauer, Maler, Musiker und Schauspieler wahrnimmt, spürt zugleich eine Verpflichtung, dieses Talent nicht zu vergeuden, sondern es zu entwickeln—um es dem Nächsten und der Menschheit als Ganzes zu dienen.
Was habe ich mit meiner Taufe und meiner Firmung gemacht? Steht Christus wirklich im Zentrum meines Lebens? Habe ich Zeit für Gebet in meinem Leben? Lebe ich mein Leben als Berufung und Mission?
Es ist keine Zeit, sich für das Evangelium zu schämen. Es ist die Zeit, es von den Dächern herab zu verkünden.
Jede Geste der Verehrung, jede Kniebeuge, die du vor dem Allerheiligsten machst, ist wichtig, weil sie ein Akt des Glaubens an Christus ist und ein Akt der Liebe zu Christus. Und jedes Zeichen des Kreuzes und jede ehrende Geste, die du machst, wenn du an einer Kirche vorbeigehst, ist ebenfalls ein Akt des Glaubens.
So an den Leiden Christi teilzuhaben bedeutet zugleich, für das Reich Gottes zu leiden—vor den Augen des gerechten Gottes, vor seinem Gericht. Wer an den Leiden Christi teilhat, wird würdig dieses Reiches.
Junge Freunde, zögert nicht, dem Beispiel von Pedro zu folgen: „Er erfreute Gott und wurde von ihm geliebt.“ Und weil er in so kurzer Zeit zur Vollkommenheit gelangte, lebte er ein erfülltes Leben.
Es ist keine Zeit, sich des Evangeliums zu schämen. Es ist Zeit, es von den Dächern zu verkünden. Hab keine Angst, aus bequemen und gewohnten Lebensformen auszubrechen, um die Herausforderung anzunehmen, Christus in der modernen Großstadt bekannt zu machen.
Heute, zum ersten Mal in der Geschichte, betritt ein Bischof von Rom englischen Boden. Dieses schöne Land, einst eine ferne Vorpostenwelt des Heidentums, ist durch die Verkündigung des Evangeliums zu einem geliebten und begabten Teil des Weinbergs Christi geworden.
Die Welt [ist] müde von Ideologie [und] öffnet sich der Wahrheit. Die Zeit ist gekommen, in der der Glanz dieser Wahrheit begonnen hat, die Dunkelheit des menschlichen Daseins neu zu erleuchten.
Alle von uns erleben die traurigen Folgen blinder Unterwerfung unter den Konsumismus. Zunächst steht er für groben Materialismus. Zugleich bedeutet er eine radikale Unzufriedenheit, denn man lernt schnell: Je mehr man besitzt, desto mehr will man. Doch tiefere Sehnsüchte bleiben unerfüllt – vielleicht sogar erstickt.
Die Aufmerksamkeit haftet an dem Greifbaren, Nützlichen, sofort Verfügbaren; der Anstoß zu tieferem Denken und Nachdenken mag fehlen. Doch Menschen haben ein lebenswichtiges Bedürfnis nach Zeit und innerer Ruhe, um das Leben und seine Geheimnisse zu bedenken und zu prüfen. … Verstehen und Weisheit sind die Frucht eines kontemplativen Blicks auf die Welt und entstehen nicht durch bloßes Ansammeln von Fakten – so interessant sie auch sein mögen.
Die heilige Schrift will schlicht erklären, dass die Welt von Gott erschaffen wurde. Um diese Wahrheit zu lehren, drückte sie sich in den Begriffen der Kosmologie aus, die zur Zeit des Schreibers in Gebrauch war. Jede andere Lehre über Ursprung und Beschaffenheit des Universums ist so fremd zu den Absichten der Bibel, die nicht lehren will, wie der Himmel gemacht wurde, sondern wie man in den Himmel gelangt.
Wahrheit kann niemals auf Zeit und Kultur beschränkt werden. In der Geschichte ist sie bekannt, doch sie reicht auch über die Geschichte hinaus.
Gebet entspringt der Heiligkeit Gottes und ist zugleich unsere Antwort auf diese Heiligkeit.
Keuschheit ist eine schwierige, langfristige Angelegenheit; man muss geduldig warten, bis sie Frucht trägt – für das Glück der liebenden Güte, die sie hervorbringen muss. Doch zugleich ist Keuschheit der sichere Weg zum Glück.
Es ist so wohltuend, Zeit mit Ihm zu verbringen: dicht an seiner Brust zu liegen wie der geliebte Jünger, und die unendliche Liebe in seinem Herzen zu spüren.... Wie könnten wir nicht das erneuerte Bedürfnis fühlen, Zeit zu verbringen im geistlichen Austausch, in stiller Anbetung, in herzlicher Liebe – vor Christus, gegenwärtig im Allerheiligsten Sakrament?
